Deutsches Historisches Museum
10117 Berlin
Unter den Linden 2, Zeughaus

“Wer ist Ausländer?“ - Arbeitsmigration und Integration in Deutschland von der Frühen Neuzeit bis heute

Laufzeit: 20. Oktober 2005 bis 12. Februar 2006

Die Ausstellung befasst sich mit dem – vornehmlich durch Arbeit motivierten – Zuzug ("Arbeitsmigration") nach Deutschland und die damit auf beiden Seiten, der der Zuziehenden und der der Ankunftsgesellschaft, gemachten Erfahrungen von Fremdheit und Integration. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um das "Zuwanderungsland Deutschland" möchte sie einen Beitrag dazu leisten, deutlich zu machen, dass Zuwanderung und Integration keineswegs nur Fragen und Probleme des 20. Jahrhunderts sind, sondern dass dieses Thema eine historische Dimension hat, aus der man für die Gegenwart lernen kann.

Insbesondere in dieser historisch weit reichenden Dimension unterscheidet sich die Ausstellung von anderen zum selben Thema, die sich ausschließlich auf das 20. Jahrhundert bzw. sogar nur auf die Zeit nach 1945 beschränken.Wie mit Fremden und Zugewanderten umgegangen wurde, wie sie in die Gesellschaft der Einheimischen eingegliedert wurden, war in Deutschland juristisch sehr unterschiedlich geregelt. Im Deutschland der reichsunmittelbaren Staaten und der Kleinstaaten begann die Fremde oft schon "hinter dem nächsten Hügel", war die Vorstellung von "Ausland" durch kleinräumliche Grenzziehungen anders ausgeprägt. Als Fremde bzw. Ausländer galten beispielsweise im Alten Reich u.a. bereits Personen aus der weiteren Umgebung (beispielsweise einer Stadt). Fremdheitserfahrungen, Assimilationsprozesse, sind kulturelle Erfahrungen, deren Verarbeitung und Bewältigung jedoch oft einen langen Zeitraum erfordert. Das lässt sich beispielhaft an der polnischen Zuwanderung des 19. Jahrhunderts ins Ruhrgebiet belegen, die im Grunde erst nach dem Zeiten Weltkrieg ihren Abschluss fand. Diesen kulturellen Integrationsprozessen nachzuspüren, wird ebenfalls ein zentrales Anliegen der Ausstellung sein.

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