Die Alamannen auf der Ostalb - Frühe Siedler im Raum zwischen Lauchheim und Niederstotzingen

Laufzeit: 26. Juni 2010 bis 23. Oktober 2011

Anhand spektakulärer archäologischer Funde bietet die größte Sonderausstellung seit der 2001 erfolgten Eröffnung des Ellwanger Alamannenmuseums ab 26. Juni einen umfassenden Überblick über die alamannische Besiedlung im Gebiet zwischen Ellwangen und Nördlingen sowie der Donau zwischen Dillingen und Ulm. Dieser Raum war in alamannischer Zeit nicht nur besonders dicht besiedelt, sondern weist aufgrund des Baumsargfundes von Zöbingen im Jahr 1161 und der ab 1876 freigelegten Grabfunde von Pfahlheim auch die längste Forschungstradition im Alamannengebiet auf.

Zu den Highlights der Ausstellung zählen die Funde aus den Reitergräbern von Niederstotzingen im Kreis Heidenheim, die erstmals in ihrer Herkunftsregion zu sehen sind. Zeitlich umfasst sie den Zeitraum vom Ende der Römerzeit bis in die beginnende Karolingerzeit, vom 3. bis ins 8. Jahrhundert. Besonders das Phänomen der so genannten Reihengräberfelder als auffällige Grabsitte für fast 300 Jahre in weiten Teilen Mitteleuropas lässt sich an vielen Orten in dem behandelten Gebiet verfolgen. Ihr Ende fällt mit dem Bau der ersten christlichen Kirchen zusammen.

Die Erarbeitung des Ausstellungskonzepts erfolgte in enger Abstimmung mit dem seit 2004 bestehenden wissenschaftlichen Beirat des Alamannenmuseums. Zu den Leihgebern der rund 400 ausgestellten Fundobjekte zählen das Landesmuseum Württemberg in Stuttgart, das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg in Konstanz, das Landesamt für Denkmalpflege beim Regierungspräsidium Stuttgart sowie die Stadt Heidenheim. Zu der Ausstellung erscheint ein etwa 120-seitiger, reich bebilderter Begleitband, der vom Landesamt für Denkmalpflege zusammen mit der Stadt Ellwangen herausgegeben wird.

Zur Museumseite: Alamannenmuseum Ellwangen

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