Woldemar Winkler - Kostenlose Wunder - Gemälde, Plastiken, Zeichnungen, Collagen

Laufzeit: 27. Juni 2010 bis 19. September 2010

Woldemar Winkler (Mügeln bei Dresden 1902-2004 Gütersloh) zählt zu den bedeutendsten Vertretern surrealistischer Kunst in Deutschland. Seine ersten künstlerischen Schritte machte er in den 1920er Jahren in einem avantgardistischen Umfeld, geprägt von den Künstlern der Brücke und der Dresdner Sezession 1919. Woldemar Winkler erlebte ab 1921 während seines Studiums an der Kunstgewerbeschule in Dresden einen erneuten Aufbruch der künstlerischen Jugend im Zeichen des Expressionismus und traf auf Künstler wie Otto Dix und Oskar Kokoschka.

Allerdings entwickelte Winkler aus dieser Auseinandersetzung einen ganz eigenen, persönlichen Stil. Ironisch, spielerisch und verstörend zugleich erforschte er in seiner Arbeit, noch vor den französischen Surrealisten, die andere Seite der menschlichen Existenz. Mit der Verwendung aufgefundener Materialien, sogenannter "objets trouvés", entwickelte Winkler eine Bildsprache, in deren Mittelpunkt gegen alle Rationalität der Zufall, der Traum, das Magische und das Unbewusste standen. Dabei trat er immer wieder auch in einen künstlerischen Dialog mit Zeitgenossen wie Max Ernst, Salvador Dalí, Paul Klee, Jean Dubuffet, Kurt Schwitters und auch Pablo Picasso.
1949 - Winklers Atelier in Dresden wurde 1945 zerstört- ließ er sich nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft mit seiner Frau, der Handwebmeisterin Marianne Horstkotte, im ostwestfälischen Gütersloh nieder, wo er nach einem reichen Künstlerleben, das über acht Jahrzehnte künstlerischen Schaffens umspannt, im Alter von 102 Jahren starb.

Die Ausstellung mit rund 100 Gemälden, Plastiken, Zeichnungen und Collagen des Künstlers entstand in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie Am Abdinghof Paderborn und der Woldemar Winkler-Stiftung der Sparkasse Gütersloh. Kuratorin in Albstadt: Dr. Veronika Mertens.
Im 2. OG der Galerie ist in einem chronologischen Rundgang die Entwicklung des vielseitigen Künstlers von den Anfängen in den 1920er Jahren bis hin zum Spätwerk nachzuvollziehen. Das 3. OG gilt der phantastisch skurrilen Bildwelt der Plastiken, Collagen und Assemblagen Winklers.

Kategorien:
Kunst | Zeitgenössische Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Baden-Württemberg | Ort:  Albstadt |
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