ANKUNFT EISENHÜTTENSTADT. Eine Stadt gegründet von Zuzüglern - Zeitgeschichte in Lebensbildern -

Laufzeit: 08. November 2014 bis 01. März 2015

Die Wohnstadt des Eisenhüttenkombinats, von 1953 bis 1961 Stalinstadt und seitdem Eisenhüttenstadt genannt, entstand ab 1951 als Stadt von Zuwanderern. Dies bestimmte nicht nur ihre erste Aufbauphase, sondern formte auch in den folgenden Jahrzehnten maßgeblich ihren Charakter. Mit jedem industriellen Wachstumsschub stieg die Zahl der Neubürger.

Hoch war der Anteil der Flüchtlinge und Vertriebenen, die von Ostpreußen bis Oberschlesien kommend sich zunächst in anderen Teilen der Sowjetischen Besatzungszone niedergelassen hatten und dann nochmals wanderten. In den ersten Jahren der neuen Stadt machten sie bis zu einem Drittel der Zuzügler aus. Eine vergleichsweise kleine, jedoch besonders weitgereiste Gruppe bildeten Angehörige der deutschen Minderheit in der Sowjetunion, die teils nach sibirischer Verbannung in Eisenhüttenstadt eine neue Heimat fanden.

Zu sehen sind Fotoalben, Briefe und private Objekte, die teils aus der alten Heimat mitgebracht wurden. Ein besonders rares Zeugnis bildet ein Kleinbildfilm, der einen Umzug mit dem Pferdefuhrwerk im Schatten neu errichteter Hochhaustürme dokumentiert und jenen Sprung in eine unbekannte Modernität und Urbanität, der die Ankunft in Eisenhüttenstadt für viele bedeutete, eindrucksvoll beleuchtet.

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