Çanakkale Art Walk 2017: Homeland

Laufzeit: 06. Juni 2017 bis 06. August 2017

40 Künstler, 4 Ausstellungsorte, 17 Länder im Dialog über „Homeland“: Ursprünglich als Parallelveranstaltung zur Biennale in Çanakkale geplant, lädt Osnabrück im Sommer 2017 zum zweimonatigen „Çanakkale Art Walk 2017: Homeland“ ein. Kuratiert wird die Gruppenausstellung von Christian Oxenius in Kooperation mit der CABININ – Çanakkale Biennial Initiative. Vier Institutionen für zeitgenössische Kunst haben sich zu einer
gemeinsamen Eröffnung am 6. Juni zusammengeschlossen: die Kunsthalle Osnabrück, das Osnabrücker Museumsquartier (Felix-Nussbaum-Haus/ Kulturgeschichtliches Museum), der Bund Bildender Künstler Osnabrück (BBK) und die Gesellschaft für zeitgenössische Kunst e.V.

Seit 2004 sind Osnabrück und die türkische Küstenstadt Çanakkale in einer Städtepartnerschaft verbunden. Auf Einladung des BBK Osnabrück war bereits 2015 die 4. Çanakkale Biennale unter Leitung von Jens Raddatz unter dem Titel „Çanakkale Art Walk - Fragments“ zu Gast in Osnabrück. Im Sommer 2016 einigten sich die Kunsthalle Osnabrück, der BBK und die Gesellschaft für Zeitgenössische Kunst Osnabrück darauf, das deutsch-türkische Kooperationsprojekt auf eine breitere Basis zu stellen und im Rahmen des Zweiten Çanakkale Art Walk 2017 durch eine Zusammenarbeit mit Künstlern, die sich für die Teilnahme bewerben können, zu intensivieren. Kurator Christian Oxenius, der im engen Kontakt zur Çanakkale Biennale steht, konnte für die Leitung des Projekts gewonnen werden. Die Planungen wurden durch die politischen Entwicklungen in der Türkei durchkreuzt: drei Wochen vor der geplanten Eröffnung der 5. Çanakkale Biennale mit dem Titel „Homeland“ trat die künstlerische Leiterin Beral Madra aus politischen Gründen zurück und gleichzeitig wurde die für 24. September 2016 geplante Eröffnung der Biennale von CABININ abgesagt.

Die Organisatoren der Çanakkale Biennale zusammen mit den Osnabrücker Kollegen und Künstlern des Çanakkale Art Walks 2017 formierten sich im Schulterschluss: Man war sich einig, den Canakkale Art Walk 2 dennoch in Osnabrück zu realisieren. Das auf den Widerspruch zwischen Heimat und Migration angelegte türkische Konzept der 5. Çanakkale Biennale sollte dabei nicht 1:1 nach Osnabrück transferiert werden. Vielmehr soll die gesamtpolitische Situation auf einer internationalen Ebene reflektiert werden.

Homeland – Eine Ausstellung an vier Orten
Die Ausstellung „Homeland“, die am Dienstag, den 6. Juni eröffnet wird, ist das Ergebnis vielfältiger Dialoge der vergangenen Monate: „Mit der Ausstellung könnte es gelingen, den Begriff der Heimat zurückzuerobern“, sagt Christian Oxenius. Die dezentrale Veranstaltungschoreografie mit den vier Ausstellungsorten ermöglicht unterschiedliche Setzungen des Begriffs „Homeland“. Während es in der Kunsthalle Osnabrück um Themen wie Grenze, Migration und Exil geht, werden im Kunst-Quartier des BBK Themen wie kulturelle Identität und Assimilation fokussiert. Die Villa Schlikker im Museumsquartier Osnabrück erlaubt es dem Besucher, in einen Raum der Rituale und Gefühle einzutauchen, die entstehen, wenn wir versuchen, das "Andersseins" zu imaginieren. Die Künstlerliste spiegelt dabei den Facettenreichtum und die Internationalität der künstlerischen Auseinandersetzungen wider.

Die Künstlerliste:
Hüseyin Bahri Alptekin (TR), Halil Altindere (TR), Zehra Arslan (DE / TR / IL), Jakob und Manila Bartnik (PH/PL), Cana Bilir-Meier (AUT / TR), Burçak Bingöl (TR), Hera Büyüktasçiyan (TR), Aissa Deebi, Ahmet Elhan (TR), Köken Ergun (TR), Petra Fiebig (DE), Jeanno Gaussi (AFN / DE), Jakob Gautel (DE), Aikaterini Gegisian (GR), Ghazel (IRN / FR), JR (FR), Jun-Ichiro Ishii (JP), Ahmet Kavas (TR), Katerina Kuznetcowa (RU) und Alexander Edisherov (GEO), Stefan Tchernboc (DE), Kalliopi Lemos (GR), Boris Mikhailov (UA), Eleni Mylonas (GR / USA), Felix Nussbaum (DE), Maria Otte (DE), Julie Roch-Cuerrier (CA), Margit Ruset und Christine Vennemann (DE), Joanna Schulte (DE), Soheila Sokhanvari (IRN / UK), Veit Stratmann (FR / DE), Panos Tsagaris (GR), Stefanos Tsivopoulos (GR), Viron Erol Vert (DE / TR), Roberto Voorbij (NL).

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