Abbildung: 30 Hüttenjahre. Berthold Socha fotografiert die Henrichshütte © Berthold Socha

30 Hüttenjahre. Berthold Socha fotografiert die Henrichshütte

Laufzeit: 24. November 2017 bis 02. April 2018  

Seit 1977 war Berthold Socha beim LWL im Bereich der Industrie-Denkmalpflege tätig und fotografierte „ganz nebenbei“. So entstand ein Schatz, den Socha nun zum Jahrestag der Hochofen-Stilllegung gehoben hat. Er ermöglicht die Begegnung mit dem Denkmal, das Entdecken von Hochofen 3 als Skulptur, das Erspüren von Verfall und Wandel, aber auch das Wiedersehen mit Menschen, die den Weg von der Industriebrache zum Forum für geselliges und gesellschaftliches Leben geebnet haben.

Im Fokus der Ausstellung steht der titelgebende Hochofen 3, der als monumentales Relikt der Industriegeschichte einen Ankerpunkt des Museums darstellt. Berthold Socha porträtiert ihn und seine Geschichte über die Jahre hinweg. Die Aufnahmen zeigen Entwicklungen und Veränderungen der Industrieanlage: Gebäudeteile verschwinden, die Vegetation verändert sich, Objekte werden marode und verfallen. "Socha erkennt die skulpturalen Qualitäten der Industriekulisse und macht diese in seinen Bildern auch für den Betrachter sichtbar. Er dokumentiert den Aufbau des Denkmals und hält auch die Bedeutung der Henrichshütte als Ort der kulturellen Begegnung fotografisch fest", so LWL-Museumsleiter Robert Laube.

Berthold Socha und die Fotografie
Berthold Socha, 1940 im oberschlesischen Ratibor geboren, lebt seit 1955 in Münster. Beide Elternteile waren begeisterte Amateurfotografen, so machte er bereits im Kindesalter seine ersten Erfahrungen mit der Arbeit in der Dunkelkammer. Von 1977 bis 2004 war Socha als Referent in der Kulturabteilung des LWL tätig. 1965 gründete er die "fotogruppe oculus" und 1991 die Friedrich-Hundt-Gesellschaft. 2002 wurde Socha in die "Deutsche Gesellschaft für Photographie" berufen. Sein fotografisches Werk ist geprägt von der in den 1950er Jahren begründeten "Subjektiven Fotografie". Er fotografiert bis heute konsequent analog, spielt mit der Wirkung von Licht und Schatten und sucht ungewöhnliche Perspektiven, die es dem Betrachter ermöglichen, durch das Auge des Fotografen skulpturale Qualitäten in scheinbar gewöhnlichen Objekten zu erkennen.

Kategorien:
Fotografie | Geschichte | 20. Jahrhundert | 21. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen | Ort:  Hattingen |
Vergangene Ausstellungen
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