Mies van der Rohe-Haus
13053 Berlin
Oberseestr. 60

Julius Weiland . DEKOR UND DEFORMATION

Laufzeit: 01. Oktober 2017 bis 22. Dezember 2017

Julius Weiland wurde durch die Studioglasbewegung, die ihren Ursprung in den USA hatte, geprägt. Seine gleichzeitig minimalistischen wie organischen Glasobjekte entwickelte er in einem engen Dialog mit Glasbläsern aus der Tradition ihres Handwerks. Alltags- und Industriegläser bringt er durch Glasschmelze zu neuen Formen. Wie auf Messers Schneide bewegt sich der Künstler mit seinen farbenkräftigen und nur scheinbar gegenständlichen Objekten auf dem schmalen Grat zwischen designten Wohnaccessoires und Kunst. Passend zum Ausstellungsort des Mies van der Rohe Haus spielt seine Präsentation mit dem Charakter des ehemaligen Wohnhauses.

Glas ist ein wunderbares Material. Es ist schön, glatt, zerbrechlich aber auch sichtbar und unsichtbar zugleich. Spiegelungen, Lichtbrechungen und Reflexe machen Glas zu etwas Kostbarem. Dieser Werkstoff begleitet die Menschen schon seit einigen tausend Jahren, beispielsweise als Gebrauchsgegenstand, etwa bei Gefäßen, Vasen oder Schmuck. In der Baukultur erhält das Glas in den farbigen Fenstern der gotischen Kathedralen im Mittelalter eine besondere Würdigung, um nur ein Beispiel aus der ansehnlichen Kulturgeschichte von Glas zu nennen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Glas in der Architektur zum Synonym für die Moderne schlechthin. Es ermöglichte durch die Kombination mit neuen Technologien Licht, Luft und Öffnung im Bauen. Nicht zuletzt ist das Mies van der Rohe Haus selbst ein besonderes und reifes Beispiel für den Umgang mit Glas in der Architektur der Zwischenkriegsmoderne.

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