Hamburger Kunsthalle
20095 Hamburg
Glockengießerwall

HONEY, I REARRANGED THE COLLECTION #3 Bouncing in the Corner
Die Vermessung des Raums

Laufzeit: 16. Februar 2018 bis 13. Januar 2019

Bouncing in the Corner. Die Vermessung des Raums ist der dritte und letzte Teil der Ausstellungsserie HONEY, I REARRANGED THE COLLECTION, die mit Magie der Dinge. Von der Tücke des Objekts (2016) begann und mit Help Me Hurt Me. Zwischen Fürsorge und Grausamkeit (2017) fortgeführt wurde. Diese, über eine Laufzeit von drei Jahren angelegte Schau setzt sich in drei Akten mit grundlegenden Erfahrungs- und Erlebnisbereichen auseinander: Der Beziehung des
Menschen zum Ding, zum Mitmenschen und zum Raum. Es ist eine Einladung an die Besucher_innen, die Sammlung für Gegenwartskunst an der Hamburger Kunsthalle in seiner Bandbreite und seinen Facetten neu zu entdecken.

Bouncing in the Corner zeigt die Werke von rund 25 internationalen Künstler_innen, die sich mit dem Raum auseinandersetzen: Wie nehmen wir Raum wahr? Welche Rolle spielen dabei unsere Handlungen, Erfahrungen, Erinnerungen und Vorstellungen? Wie verorten wir uns, welchen Platz nehmen wir ein? Wie manifestieren sich gesellschaftspolitische (Macht-) Strukturen im Raum? Im Kontext dieser Fragen werden wichtige Werke aus der Sammlung und erstmalig bisher noch nicht gezeigte Neuzugänge präsentiert. Darunter sind Arbeiten von Nevin Aladağ (*1972), Hreinn Friðfinnsson (*1943), Jan Köchermann (*1967) und Sara Sizer (*1967). Unsere Vorstellungen vom Raum haben sich im letzten Jahrhundert – von Einsteins Relativitätstheorie über den so genannten spatial turn der Kultur- und Sozialwissenschaften – entscheidend gewandelt. Raum wird nicht länger als leeres, dreidimensionales Gebilde verstanden. Raum entsteht in Relation zum
menschlichen Körper, seiner Bewegung und seiner Wahrnehmung. Handlungen, Konstellationen und Situationen bestimmen die soziale Dimension des Raums. Zugleich sind Räume von jeher politisch determiniert: Sie unterliegen Prozessen der Gestaltung, Eroberung und Kontrolle. Die Skulpturen, Objekte, Installationen, Filme und Fotografien der Ausstellung lassen erahnen, wie vielfältig unsere Vorstellungen vom Raum sind. Architekturmodelle, physikalische Vermessungen, mentale Übungen, introspektive Erkundungen, gesellschaftspolitische Manifeste, verborgene Orte – sie alle erzählen von dem Raum beziehungsweise den Räumen, in denen wir leben.

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