Hans Hansen. Fotografie neu ordnen: Dinge

Laufzeit: 23. Februar 2018 bis 27. Mai 2018  

Im Rahmen seiner Ausstellungsreihe „Fotografie neu ordnen“ lädt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) Hans Hansen ein, die Sammlung Fotografie mit seinem Blick neu zu ordnen und sein eigenes Werk mit historischen Arbeiten und Sammlungsschwerpunkten in Beziehung zu setzen. Insgesamt zeigt die Ausstellung Fotografie neu ordnen: Dinge rund 100 Exponate aus dem Werk Hansens und aus der Sammlung Fotografie des MKG. Einem Bild von Hans Hansen kann man im Editorial eines Magazins begegnen, aber ebenso an der Wand eines Museums.

Die Unterscheidung zwischen angewandter Fotografie und freier künstlerischer Arbeit, die den Betrachtern vermeintlich Orientierung verschaffen soll, ist für diesen Fotografen unwichtig. Was für ihn zählt, ist ein gutes Bild. Aber was macht ein solches Bild aus, wie fotografiert Hans Hansen Lebensmittel, wie ein Automobil von Daimler-Benz und wie die Stühle des Designunternehmens Vitra? Die Ausstellung will die Besonderheit seiner Vorgehensweise deutlich machen. Hansen reduziert den Gegenstand auf das Wesentliche, er strukturiert die Form, die Farbe, das Material. Er ordnet die Objekte und kommt so zu einem Minimalismus und einer Perfektion, die seine Fotografien aus der Masse der Motive herausheben, die uns in der Produktwerbung ständig begegnen. Hansens reduzierter Blick hat das Auftreten von Firmen wie Lufthansa oder Vitra geprägt. Die Betrachter lässt er mit neuer Klarheit auf die alltägliche Dingwelt schauen.



Hans Hansen wird 1940 in Bielefeld geboren. Er absolviert eine Ausbildung zum Lithografen bei der Druckerei Thomas & Kurzberg und studiert anschließend Angewandte Grafik bei Walter Breker an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Seine Tätigkeit als Fotograf beginnt Hansen 1962 als Autodidakt. Im Auftrag von Tapio Wirkkala entstehen erste Studien von Glasobjekten. Zwischen 1963 und 1967 fotografiert Hansen weltweit Werbekampagnen für Lufthansa. Ab 1968 folgen Aufträge von VW, später auch von anderen Automobilherstellern in Deutschland, Frankreich, Italien und den USA. Nach der Gründung seines ersten Ateliers 1970 in Hamburg konzentriert sich Hansen verstärkt auf die Sachfotografie. Parallel realisiert er redaktionelle Beiträge und ab 1980 verstärkt auch freie, künstlerische Projekte.

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