Egon Hartmann 1919–2009. Architekt und Stadtplaner in Ost und West

Laufzeit: 16. März 2019 bis 16. Mai 2019

Egon Hartmann war eine Schlüsselfigur des städtischen Wieder- und Neuaufbaus, erst in der DDR, dann in der Bundesrepublik. Sinnbild für seine Bedeutung in beiden deutschen Staaten sind seine Berliner Wettbewerbserfolge der 1950er Jahre: im Osten für die Planung der Stalinallee (1. Platz, 1951), im Westen für eine künftige gesamtdeutsche Hauptstadt Berlin (Erster 2. Platz, 1958, vor Scharoun, Le Corbusier und anderen). Hartmanns Schaffen spiegelt in einzigartiger Weise wesentliche Entwicklungslinien des deutschen Städtebaus nach 1945 wider. Dabei schlossen sich für ihn modernistischer Neuaufbau und die Rückbesinnung auf lange gewachsene urbane Strukturen nicht aus.

Gezeigt wird ein bewegtes Leben voller Brüche und Brücken, wobei Egon Hartmanns Wirken in Berlin anhand von originalen Zeichnungen vertieft wird. Hier hatte der aus Böhmen stammende Hartmann erstmals 1938 im Büro des Architekten Henry König gearbeitet.
Auf der Grundlage seines umfangreichen Nachlasses haben die Wissenschaftlichen Sammlungen zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner bei Berlin eine Ausstellung über Egon Hartmann erstellt. Sie wurde 2018 zuerst im Thüringer Landtag in Erfurt präsentiert, dessen Verwaltungshochhaus von Hartmann 1950/51 entworfen und ausgeführt wurde (als erstes Hochhaus der DDR). Anlässlich seines 100. Geburtstags wird die Ausstellung 2019 in drei weiteren Städten gezeigt, in denen Hartmann als Architekt bzw. Stadtplaner Spuren hinterlassen hat: in Berlin, Mainz und München.
Die Ausstellung wird gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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