Der naive Krieg | Kunst. Trauma. Propaganda.

Laufzeit: 23. August 2019 bis 05. Januar 2020

Kurzinfo zu der Ausstellung:
Die Ausstellung Der Naive Krieg widmet sich der kreativen Verarbeitung von Kriegserfahrungen in der Volks- und Laienkunst. Die Sammlung von Georg Barber/ATAK dokumentiert dabei ein ganz besonderes Genre der Erinnerungskultur: Persönliche Werke von Menschen in Kriegszeiten, die ihre Erlebnisse als Soldaten oder Gefangene in unterschiedlichen Ausdrucksformen künstlerisch thematisierten. Die gezeigten Zeichnungen, Gemälde und Modellbauten stellen eine intensive Nähe zu den Erfahrungen der Betroffenen her. Ihr zeitlicher Rahmen reicht über die beiden Weltkriege bis in die Gegenwart. Historische Zeitzeugnisse werden in der Ausstellung zusammen mit Werken zeitgenössischer Künstler, wie Moritz Götze, Helge Reumann, Clemens von Wedemeyer, 44flavours, TAL R, Thorsten Brinkmann, sowie Heino Jaeger und Josef Wittlich präsentiert.

Die Ausstellung Der naive Krieg widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Militärischen in der Volks- und Laienkunst. Prof. Georg Barber forschte und sammelte über einen Zeitraum von zwei Jahren zu einer besonderen Gruppe der Erinnerungskultur: Es handelt sich um persönliche Werke von Menschen in Kriegszeiten, vor allem Soldaten und Kriegsgefangene, die in ganz unterschiedlichen kreativen Ausdrucksformen ihre Erlebnisse beim Militär und im Krieg verarbeiteten. Der zeitliche Schwerpunkt liegt bei den beiden Weltkriegen, erstreckt sich aber mit einigen Objekten vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Die Zeichnungen, Gemälde, Modellbauten und verzierten Gebrauchsgegenstände aus Waffenteilen muten teilweise naiv und kindlich an, stellen aber zugleich eine intensive Nähe zu den Erfahrungen der Betroffenen her. Insbesondere die Skizzen von Soldaten im Fronteinsatz des Ersten und Zweiten Weltkrieges zeigen eine emotionale Dringlichkeit, die an Zeichnungen traumatisierter Geflüchteter, gerade auch Kinder erinnert und nicht zuletzt damit den Bogen zu unserer Gegenwart schlägt.
Als Künstler ging Georg Barber / ATAK durch seine Werke in Dialog mit dem Willen nach Kreativität in Zusammenhang mit kriegerischer Gewalt. So entstand das Konzept einer Installation aus historischen Zeitzeugnissen und aktueller Kunst – neben ATAK sind auch Arbeiten von Künstlern wie Clemens von Wedemeyer und Moritz Götze zu sehen –, die die Wechselwirksamkeit aus Erinnerung und künstlerischer Reaktion erfahrbar machen.

Kategorien:
Kunst | 19. Jahrhundert | 20. Jahrhundert | 21. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Berlin | Ort:  Berlin |
Vergangene Ausstellungen
2020 (1)
2019 (10)
2018 (3)
2017 (3)
2016 (1)
2015 (1)
2014 (1)
2013 (2)
2012 (1)
2011 (2)
2010 (3)
2009 (2)
2008 (1)
2006 (1)
2001 (7)
2000 (3)
1999 (4)
1998 (2)
Änderungen / Ausstellungen melden

Sie wollen Änderungen oder Ergänzungen zu Zitadelle und Stadtgeschichtliches Museum Spandau mitteilen?

 Ausstellung melden  Ausstellungsbild senden  Museumsbild senden  Andere Änderungen  10 Highlights zeigen
Ausstellungsempfehlungen aus anderen Museen
Abbildung: Heinrich Vosberg – Flache Landschaft mit Reiter, Öl auf Leinen, um 1880, aus dem Besitz der Familie Foest (Leer), Reproduktion: Jürgen Bambrowicz (2019). © Heimatmuseum Leer
Zwischen Ideal und Wirklichkeit: Die Leeraner Künstler Gottlieb Kistenmacher (1825 – 1900) und Heinrich Vosberg (1833 – 1891)
Heimatmuseum Leer
Leer
01.12.2019 bis 29.03.2020
Ab dem 1. Dezember 2019 zeigen das Heimatmuseum Leer (bis 29. März 2020) und das Kunsthaus Leer (bis 27. Februar 2020) eine gemeinsame Ausstellung zu Leben und Werk der Leeraner Künstler Gottlieb Ki...
Abbildung: Josef Engelhart, Porträt einer Frau, 1894, Bleistift auf Papier © Ostholstein-Museum
"Alles Zeichnen ist gut..." - Zeichnungen aus der Sammlung Becker
Ostholstein-Museum
Eutin
14.11.2019 bis 02.02.2020
Das Ostholstein-Museum zeigt in den Wintermonaten eine repräsentative Schau von Arbeiten aus einer privaten Eutiner Sammlung mit Zeichnungen aus der Zeit des 19. Jahrhunderts und dem Anfang des 20. J...