Wenzel-Hablik-Museum
25524 Itzehoe
Reichenstraße 21
Abbildung: Constantin von Mitschke-Colande - o.T. (zu Montezuma von Klabund) 1920 © Sammlung Hierling

Flächenbrand Expressionismus. Holzschnitte aus der Sammlung Joseph Hierling

Laufzeit: 25. August 2019 bis 10. November 2019  

Der Holzschnitt war für die weite Verbreitung und die Popularität des Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg und in der Kultur der Zwanziger Jahre maßgeblich verantwortlich. Es war die Zeit, in der im ganzen deutschsprachigen Kulturgebiet von expressionistischer Musik, expressionistischem Tanz, expressionistischem Film und sogar von expressionistischer Politik gesprochen und geschrieben wurde. Der Holzschnitt, als verhältnismäßig leicht zu bearbeitendes Medium, unterstrich dabei das Gefühl von Spontanität und Ursprünglichkeit, das zugleich mit Wahrhaftigkeit verbunden wurde. Er wurde zu „dem“ expressionistischen Ausdrucksmedium. So entfaltete sich in den 1910er und 1920er Jahren eine überraschende stilistische Breite, eine Art „Flächenbrand“, der sich anhand der Privatsammlung Joseph Hierling exemplarisch darstellen lässt.

Neben Arbeiten von Expressionisten der ersten Stunde wie Wassily Kandinsky oder Ernst Ludwig Kirchner stammen die Blätter von bekannten, expressionistisch arbeitenden Künstlern, etwa von Wilhelm Morgner, Walter Gramatté, Georg Schrimpf oder Georg Tappert. Überraschend ist auch die große Zahl an expressionistischen Künstlerinnen wie Lea Grundig, Jacoba van Heemskerck, Dorothea Maetzel-Johannsen oder Maria Uhden. Das eigentliche Verdienst der Sammlung Hierling liegt darüber hinaus in einer Vielzahl hochkarätiger Blätter kaum mehr bekannter Künstler, etwa von Josef Achmann, Adolf de Haer, Heinrich Stegemann oder Aloys Wach. Von „Akt“ bis „Zirkus“ reichen dabei die Themen, die die gezeigten Werke abdecken.

Sämtliche Werke der Ausstellung „Flächenbrand Expressionismus“ stammen aus dem um die 1000 Blätter umfassenden Bestand an expressionistischen Holzschnitten der Sammlung Joseph Hierling. Sie ist von einer auch für Spezialisten erstaunlichen Qualität und Quantität. Ein exemplarischer Teil daraus wurde im Edwin Scharff Museum in Neu-Ulm im Herbst 2018 erstmals öffentlich gezeigt und ist nun, vom 25. August bis zum 10. November 2019 im Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe zu sehen. Es wurden Werke ausgewählt, die vor allem die große und überraschende Diversität der Bewegung des Expressionismus sichtbar machen sollen.

Intensiver kann man dem Expressionismus in seiner ganzen Vielfalt kaum begegnen.

Zur Museumseite: Wenzel-Hablik-Museum

Kategorien:
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