News

12.3.2017

BRÜCKENSCHLAG: GERLINGER – BUCHHEIM!
Veröffentlicht von: BUCHHEIM MUSEUM
Internetseite: www.buchheimmuseum.de
Bernried am Starnberger See – Gestern hat der Stiftungsrat der Buchheim Stiftung das Leihangebot des Würzburger Sammlers Prof. Hermann Gerlinger angenommen: Seine Sammlung »Die Maler der Brücke« kommt ins Buchheim Museum! Mit seinem auf Ganzheit zielenden Sammlungsansatz bezieht Gerlinger neben Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafiken auch Dokumente, Skulpturen und Kunsthandwerk der Brücke-Künstler mit ein. Die immer noch wachsende Sammlung umfasst mehr als 1.030 Titel, darunter derzeit 48 Gemälde.

Die Sammlungen Buchheim und Gerlinger ergänzen sich auf das Trefflichste. Buchheim kann mit glanzvollen frühen Hauptwerken der Brücke-Künstler punkten. Gerlinger erschließt das Thema systematisch in seiner gesamten historischen Tiefe und in der gesamten Breite der Gattungen. Durch die Zusammenführung der beiden Bestände wird die Bedeutung des Buchheim Museums als Hauptmuseum des deutschen Expressionismus in Süddeutschland – neben dem Lenbachhaus mit seinem Schwerpunkt zum Blauen Reiter – weiter ausgebaut. Es kann nun seinen Sammlungsschwerpunkt »Brücke« mit mehr als 2.000 Werken der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe belegen.

Mit dem Umzug der Sammlung Gerlinger nach Bernried wird das Buchheim Museum deutlich und nachhaltig an Anziehungskraft gewinnen. Die Ankunft der Sammlung Gerlinger soll noch in diesem Jahr mit der großen Auftaktausstellung Brückenschlag: Gerlinger – Buchheim vom 28. Oktober 2017 bis zum 21. Januar 2018 gewürdigt werden.
Die Sammlung »Die Maler der Brücke«

Die Sammlung von Hermann Gerlinger ist den Malern der Brücke gewidmet: den Gründungsmitgliedern Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl sowie den später beigetretenden Künstlern Emil Nolde, Hermann Max Pechstein, Cuno Amiet, Akseli Gallen-Kallela und Otto Mueller. In ihrer systematischen Geschlossenheit ist die Sammlung nahezu einzigartig. Auf höchstem qualitativem Niveau vereint sie Werke aus allen Schaffensphasen der Künstler – von den frühesten Anfängen über den gemeinsamen Gruppenstil bis zum individuellen Spätwerk. Insbesondere zu Karl Schmidt Rottluff konnte Gerlinger dank seines persönlichen Kontakts zu dem Künstler einen monografisch dichten Sammlungsstrang von erster Güte zusammentragen. Quantitativ und qualitativ ebenbürtig sind die Bestände zu Kirchner und Heckel.

Mit seinem auf Ganzheit zielenden Sammlungsansatz bezieht Gerlinger neben Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafiken auch Dokumente, Plakate, Einladungen, Exlibris, Jahresmappen, Skulpturen und Kunsthandwerk der Brücke-Künstler mit ein. Im Ganzen umfasst die immer noch im Wachsen begriffene Sammlung ungefähr 1.030 Titel. Darunter sind derzeit 48 Gemälde von Brücke-Künstlern. Auch Werke aus dem afrikanischen Kulturkreis gehören zu den Beständen, mit denen der Einfluss außereuropäischer Kunst auf die Brücke dokumentiert werden kann.

Von 1995 bis 2001 wurde die Sammlung Hermann Gerlinger im Museum Schloss Gottorf, dem Landesmuseum von Schleswig-Holstein, erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Danach kam sie in das Kunstmuseum Moritzburg in Halle an der Saale. Im November 2016 bot Prof. Gerlinger dem Buchheim Museum seine Sammlung als Leihgabe für zehn Jahre an. Eine Verlängerung ist möglich.
Der Sammler

Prof. Hermann Gerlinger, 1931 geboren, in Würzburg lebend, begann seine Sammeltätigkeit in den frühen 1950er-Jahren während seines Ingenieurstudiums in München. In diesen Jahren lernte er auch Lothar-Günther Buchheim persönlich kennen. Nach dem Studium führte er einen mittelständischen Betrieb des Bereiches Heizungs-, Sanitär-, Klimatechnik weiter, den sein Vater 1930 gegründet hatte. Seine Sammelleidenschaft wird von seiner Frau Hertha mitgetragen. Dank einer immer konsequenter werdenden Fokussierung auf die Brücke und intensiver Kontaktpflege vor allem zu Karl Schmidt-Rottluff gelang Gerlinger der Erwerb vieler musealer Hauptwerke. 1995 erhielt Gerlinger aufgrund seiner Verdienste um die Erforschung der Brücke den Ernst-Ludwig-Kirchner-Preis des Kirchner Museums Davos.
Bedeutung des Zusammenschlusses der Sammlungen Gerlinger und Buchheim

Beide Sammlungen ergänzen sich auf das Trefflichste. Buchheim kann mit glanzvollen Hauptwerken der Brücke-Künstler aus den Zeiten des Bestehens der Künstlergemeinschaft und darüber hinaus bis in die 1920er Jahre hinein punkten. Gerlinger erschließt dagegen das Thema systematisch in seiner gesamten historischen Tiefe und in der gesamten Breite der Gattungen. Im Bereich der Druckgrafik sind beide Sammlungen von höchster Komplexität. Es gibt keine andere Privatsammlung, die das Buchheim Museum reicher und passender ergänzen könnte als die Sammlung Hermann Gerlinger.

Dank des persönlichen Engagements der beiden Sammler Lothar-Günther Buchheim und Hermann Gerlinger sind zwei herausragende Sammlungen zum Thema »Brücke« entstanden. Vereint ergeben sie nun den bedeutendsten Bestand von Werken der 1905 in Dresden gegründeten Künstlerggruppe neben dem des Berliner Brücke-Museums. Durch die Zusammenführung der beiden Bestände wird die Bedeutung des Buchheim Museums als Hauptmuseum des deutschen Expressionismus in Süddeutschland – neben dem Lenbachhaus mit seinem Schwerpunkt zum Blauen Reiter – weiter ausgebaut. Es kann nun seinen Sammlungsschwerpunkt »Brücke« mit mehr als 2.000 Werken der 1905 in Dresden gegründeten Künstlerggruppe belegen. Das Haus am Starnberger See gewinnt deutlich und nachhaltig an Anziehungskraft. Der Stern des Buchheim Museum wird mit der Sammlung Gerlinger noch heller leuchten.
Vorhaben

Die Ankunft der Sammlung Gerlinger soll noch in diesem Jahr mit einer großen Auftaktausstellung gewürdigt werden. Brückenschlag: Gerlinger – Buchheim – so soll die große monografische Zusammenschau beider Sammlungen zum Thema Brücke heißen. Sie wird sich auf über 1.500 Quadratmeter erstrecken und den Expressionistensaal sowie den Sonderausstellungssaal des Buchheim Museums umfassen. Vom 28. Oktober 2017 bis zum 21. Januar 2018 wird dieses Fest der Vereinigung beider Sammlungen im Buchheim Museum zu erleben sein.

Weitere News

VISITING CURATORS (24.3.2017)
Das neue Bremer Förderprogramm Visiting Curators findet im Laufe dieses Jahres erstmals statt und ermöglicht Treffen zwischen auswärtigen Kurator*innen und Bremer Künstler*innen. Ziel ist, dass auswärtige Kuratoren*innen Bremer Künstler*innen...
Wasser bewegt Besucher und Besucherinnen in Münster (23.3.2017)
100.000. Besucher in der Wasser-Ausstellung Münster (lwl). Die Sonderausstellung "Wasser bewegt - Erde Mensch Natur" in Münster hat in kurzer Zeit viele Menschen angelockt. Bereits ein halbes Jahr nach dem Start der Ausstellung im LWL-Museum fü...
Nominierte für Horst-Janssen-Grafikpreis stehen fest (19.3.2017)
Hohes Preisgeld und Einzelausstellung mit Katalog locken Nachwuchs Oldenburg. Die Claus Hüppe-Stiftung vergibt im 3-Jahres-Turnus einen hochdotierten Preis: 20.000 Euro für den sechsten Horst-Janssen-Grafikpreisträger oder die -Preisträg...
Kunsthalle zu Kiel: Dr. habil. Regina Göckede tritt die Leitung der Gemälde- und Skulpturensammlung an. (14.3.2017)
Seit Mitte Januar dieses Jahres leitet die habilitierte Kunsthistorikerin Dr. Regina Göckede die Gemälde- und Skulpturensammlung der Kunsthalle zu Kiel. Sie tritt damit die Nachfolge des langjährigen Sammlungsleiters Dr. Peter Thurmann an. Mit Dr...
Unerwarteter Fund in Herford - LWL-Archäologen entdecken Kirchenmauer des Augustinerklosters (14.3.2017)
Herford (lwl). In der Herforder Brüderstraße entdeckten Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Reste einer Klosterkirche aus der Zeit um 1300. Zwar war die Lage der Kirche des ehemaligen Augustiner-Eremiten-Klosters aus his...
Fielmann AG schenkt Arbeit von Stephen Craig (12.3.2017)
Münster (lwl). Das LWL-Museum für Kunst und Kultur erhält einen Neuzugang in der Sammlung der Gegenwartskunst: Die Fielmann AG übergab dem Kunstmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die Arbeit "The Star Machine, or Heavenly Turner...
3. MünchnerStiftungsFrühling (MSF) vom 24.-30. März 2017 (2.3.2017)
München geht stiften. Beim dritten MünchnerStiftungsFrühling können Bürger entdecken, wo überall in München Stiftungen Gutes ermöglichen. Sei es Bildung oder Soziales, Kunst oder Kultur, Wissenschaft, Gesundheit oder Sport, Umwelt oder Intern...
Museum für Gegenwartskunst Siegen - Zukunft der Sammlung gesichert (2.3.2017)
Die Peter Paul Rubens-Stiftung erhält rund 20 Millionen Euro. Das Geld soll dem Museum für Gegenwartskunst Siegen zugute kommen und das zukünftige Sammeln der Werke der Rubenspreisträger ermöglichen. Museumsmäzenin Barbara Lambrecht-Schadeberg ...
Startschuss für Instandsetzung des Daches vom Schloss Mosigkau gefallen (2.3.2017)
Das Bundesprogramm „Investitionen für nationale Kulturguteinrichtungen in Ostdeutschland" (Invest-Ost) fördert die Investition mit 546.000 €. Die Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen des stark geschädigten Daches vom Schloss Mosigkau h...
Neue Leitung - Museum Villa Rot (2.3.2017)
Das Museum Villa Rot bekommt mit dem Kunstwissenschaftler Marco Hompes M.A. einen neuen Leiter. Er wird zum 01. April 2017 die Nachfolge von Linnea Streit M.A. als Museumsleiter antreten. Die Hoenes-Stiftung, als Rechtsträger des Museums Villa Rot, ...
Land NRW stiftet Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege - Denkmaleigentümer können sich ab sofort beim LWL bewerben (27.2.2017)
Westfalen-Lippe (lwl). Zahlreiche historische Bauwerke in Westfalen verdanken ihr Überleben dem Einsatz privater Denkmalfreunde. Um dieses bürgerschaftliche Engagement zu fördern und öffentlich zu würdigen, stiftet das Land NRW den Rheinisch-Wes...
iF Design Award für das LWL-Freilichtmuseum Detmold - Sonderausstellung "Scheiße sagt man nicht!" gewinnt Designpreis (27.2.2017)
Detmold (lwl). Sie war nicht nur ein Besuchermagnet, auch das Design der Sonderausstellung "Scheiße sagt man nicht!" war besonders. Das fand auch die Jury des iF Design Awards und zeichnete die 2016 im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe...
Schenkung bedeutender Archivalien aus dem Nachlass des MALERS Max Beckmann an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv (23.2.2017)
Wertvolle Autographen wie Briefe, Skizzen- und Tagebücher, Fotoalben und die Originalbibliothek Max Beckmanns bereichern zukünftig die Beckmann-Forschung in München Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen beherbergen die größte Sammlung von ...
3. Ellwanger Tage Lebendige Geschichte zum Umgang mit dem Publikum stießen auf großes Interesse (23.2.2017)
ELLWANGEN (pm) – Bei der dieses Jahr zum dritten Mal veranstalteten Fortbildung für Geschichtsdarsteller -Ellwanger Tage "Lebendige Geschichte"- im Alamannenmuseum drehte sich alles darum, wie ein für den Besucher gewinnbringender Kontakt mit Ges...
60.000 Besucher im ersten Monat: Museum Barberini übertrifft alle Erwartungen (22.2.2017)
Seitdem das Museum Barberini vor einem Monat, am 23. Januar 2017, für das Publikum öffnete, ist das Interesse der nationalen und internationalen Gäste ungebrochen. In den letzten vier Wochen besuchten bis zu 15.000 Kunstinteressierte pro Woche das...
Der Nachlass von August Sander liegt nach wie vor in Köln (14.2.2017)
Mit Unverständnis nimmt die in Köln ansässige SK Stiftung Kultur Kenntnis von einer Pressemitteilung der Galerie Hauser & Wirth vom 9. Februar 2017, in der die amerikanische Galerienfiliale eine Kooperation mit Julian Sander, dem Urenkel von Augus...
Literarisches Schreiben - Neues Studienangebot macht Burg Hülshoff zum Studienort (13.2.2017)
Havixbeck/Köln (lwl). Die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) startet zum Beginn des Wintersemesters 2017/18 ihr neues Studienangebot "Literarisches Schreiben‟ für angehende Schriftstellerinnen und Dichter. Besonderes Merkmal des künstle...
„Zustiftung Wolfgang Wagner“ ins Nationalarchiv der Richard Wagner Stiftung überführt (13.2.2017)
Bereits 1987 hatte sich Festspielleiter Wolfgang Wagner verpflichtet, mit seinem Ausscheiden aus der Festspielleitung das Dokumentarmaterial zu den Produktionen der Bayreuther Festspiele aus dem Archiv des Festspielhauses als „Zustiftung Wolfgang W...
Die Pinakotheken übergeben NS-Archivalien des Doerner Institutes an das Bundesarchiv (8.2.2017)
Das international renommierte Institut – seit April 1947 Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen – gibt rund 80 Akteneinheiten und Glasplatten an das Bundesarchiv ab. Vorgespräche hierzu wurden 2007 geführt, nun ist ihre Bearbeitung abges...