Neues Museum
90402 Nürnberg
Luitpoldstr. 5

»Ich jagte den Diamanthai« Karl Fritsch – Schmuck

Laufzeit: 09. November 2004 bis 13. März 2005

Schmuckstücke von Karl Fritsch (geb. 1963 in Sonthofen) scheinen von eruptiven Kräften geprägt: wulst- und knotenförmige Elemente auf wuchtigen Ringen aus geschwärztem oder weißmattem Silber, gequetschte, gezogene und geknetete Goldmasse zu Broschen verwandelt, turmartige Gebilde aus glitzernden Steinen - Diamanten, Saphire, Rubine, aber auch Glas. Zuweilen sind diese Formwucherungen mit bereits bestehenden Schmuckstücken konventioneller Natur symbiotisch verbunden, quasi "angarniert", als wären sie aus diesen hervorgewachsen.

"Ich möchte einmal mit Gold so umgehen wie mit Plastilin" - Schmuck von Karl Fritsch entsteht aus freier gestalterischer Expression. Seine Objekte wirken ungewöhnlich - von hohem plastischem Reiz, prächtigen Farben und barocker Sinnenfreude - jenseits von Gefälligkeit und reinem Dekor: Zeugnisse einer subtilen, erfrischenden und unbefangenen neuen Ästhetik.

Karl Fritsch zählt zu den Goldschmieden der jüngeren Generation, die das Schmuckschaffen als künstlerische Intervention definieren und damit eine Position beziehen, die herkömmliche Zuordnungen und Definitionen zur Diskussion stellt.
Dabei hat auch er 1982-85 mit einer klassischen Ausbildung an der Goldschmiedeschule in Pforzheim begonnen, um anschließend sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Professor Hermann Jünger und Professor Otto Künzli fortzusetzen. Seine Arbeiten sind im In- und Ausland zu sehen und er hat zahlreiche namhafte Auszeichnungen erhalten, unter anderem den Herbert-Hofmann-Preis der Internationalen Handwerksmesse in München und den Förderpreis für angewandte Kunst der Landeshauptstadt München.
Die Werke von Karl Fritsch befinden sich in bedeutenden europäischen Museen, zum Beispiel dem Stedelijk Museum in Amsterdam, dem Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg und in der Pinakothek der Moderne in München (Danner-Rotunde).

Mit dieser Präsentation der Arbeiten von Karl Fritsch in den Räumen der Sammlung Design im Neuen Museum in Nürnberg wird ein weiteres Kapitel der avantgardistischen Gestaltung eröffnet, das in Zukunft in unterschiedlichen Zeitabständen vertieft werden soll: Zeitgenössischer internationaler Autorenschmuck.

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Kategorien:
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