Gropius Bau
10963 Berlin
Niederkirchnerstr.7

Urbane Realitäten: Fokus Istanbul

Laufzeit: 09. Juli 2005 bis 30. Oktober 2005

Als einzige Stadt der Welt erstreckt sich Istanbul über zwei Kontinente und verbindet damit auch Orient und Okzident.
Die kulturellen Wechselbeziehungen dieser beiden Weltregionen, wie sie sich in der Stadt Istanbul und ihrem Austausch mit den Städten Europas manifestiert, sind wichtige Aspekte der umfangreichen Ausstellung. Diese vertritt dabei jedoch nicht die ästhetische Perspektive des flanierenden Künstler-Touristen, der Istanbul neugierig durchstreift, sondern vielmehr die Auseinandersetzung mit der Stadt, der Megalopolis, als einem Fallbeispiel für globale Prozesse.

Wir wissen, dass Europa mehr ist, als das, was war. Europa kann das sein, was Europäer im tätigen Verständigungsprozess zu gestalten versuchen. Dass dies ein schwieriger, ein komplexer Prozess mit vielerlei Facetten ist, zeigt sich einmal mehr an der aktuellen Diskussion um eine gemeinsame Verfassung.
So soll es ein wichtiger Beitrag zur öffentlichen Diskussion sein, darzustellen, welche Rolle die Stadt Istanbul in diesen Wechselbeziehungen in ihrer Geschichte eingenommen hat, welcher Reflex in Kunst und Kultur heute nachvollziehbar ist. Dass Berlin und Istanbul außerdem durch eine Städtepartnerschaft verbunden sind, wird noch zu häufig übersehen oder augenscheinlich gering geschätzt.

„URBANE REALITÄTEN: Fokus Istanbul“ ist daher keine Ausstellung zur Dokumentation oder Illustration regionaler Entwicklungen von und mit Künstlern einer bestimmten Region, noch eine Ausstellung zur Vorstellung türkischer Gegenwartskunst, sondern eine klassische Themen-Ausstellung. Angestrebt wird ein Blickwechsel, das Sichkreuzen der Blicke von außen auf die Stadt mit denen aus der Stadt selbst. Angesichts des Problems des “mental mapping” will sie nicht nur Befunde beschreiben, sondern auch Absichten und Entwürfe reflektieren, die je nach Standort wechseln.
Zur Ausstellung wurden Künstler und Künstlerinnen verschiedenster Herkunft und Nationalität eingeladen – darunter selbstverständlich auch Künstler aus Istanbul – , die ein Interesse daran haben, in ihren Kunstwerken auf die Diversität und Heterogenität von Kulturen, Religionen, Sprachen und Ethnien in einer Megastadt wie Istanbul Bezug zu nehmen. Dabei soll vordergründigen Exotismen und Orientalismen kein Raum gegeben, wohl aber die kritische künstlerische Auseinandersetzung mit solcherlei Klischees ermöglicht werden.

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