Galerie für Zeitgenössische Kunst
04107 Leipzig
Karl-Tauchnitz-Straße 11

ANALOG
Einzelausstellung von Dorit Margreiter

Laufzeit: 02. September 2006 bis 15. Oktober 2006

In >Analog< sind Dorit Margreiters Auseinandersetzungen mit Architektur und Setting versammelt. Es geht darum, was diese jeweils versinnbildlich(t)en und wie sie ihre Nutzungen finden. Die Ausstellung gliedert sich in drei gleich große Raumsequenzen.

Der Ausgangspunkt für Dorit Margreiters neue Arbeit in Leipzig, die während ihres Blinky-Palermo-Stipendiums der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen entstand, ist das Verschwinden der sozialistischen Moderne und ihrer ehemaligen utopischen Versprechungen aus dem öffentlichen Bewusstsein. Diese Arbeit bildet den dritten und letzten Teil der Ausstellung. In „zentrum“ (2006) beschreibt Margreiter einerseits die Unmöglichkeit, das Projekt der Moderne wieder zum Leben zu erwecken, während sie andererseits gewisse Errungenschaften der Moderne aktualisiert und sie in unsere Zeit übersetzt. Margreiter entwickelte zwei Blaupausen zum Filmprojekt, das typografisch die für Leipzig typischen Leuchtschriften, die auch auf den Gebäuden am Brühl in Leipzig zu finden sind, dekonstruiert und neu zusammensetzt. Hierbei bildet die Typografie Grundlage für eine neu zu entwickelnde Schrift. Ein Video zeigt das Making-of der Wiederbelebung der schon lange nicht mehr leuchtenden Schrift. Und der von digitales auf analoges 16-mm-Filmmaterial kopierte Film im Kino zeigt eine kurze Schwarzweißsequenz der leuchtenden Brühlzentrums-Schrift, ohne hierbei auf unsere Zeit zu verweisen. Das Filmische verweist auf eine andere Zeit:
„Nur Film kann die neue Architektur verständlich machen“ kommentierte Siegfried Gideon 1928 und bezog sich auf Häuser von LeCorbusier und Pierre Jeanneret. Er wollte damit verdeutlichen, dass nur Film ein geeignetes Medium sei, um Gebäude zu dokumentieren und zu beschreiben. Dies ist auch der Ansatz von Margreiters Auseinandersetzung im Medium Film über Architektur zu sprechen. Das ANALOGE wird zum digitalen Fake.

Kategorien:
Zeitgenössische Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Sachsen | Ort:  Leipzig |
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