Bach-Museum Leipzig
04109 Leipzig
Thomaskirchhof 15/16

Expedition Bach

Laufzeit: 21. September 2006 bis 17. Januar 2007

Seit 2002 führt die Stiftung Bach-Archiv ein zuvor nie da gewesenes Projekt durch, das das ehrgeizige Ziel verfolgt, sämtliche Bach-Dokumente – also Schriftstücke von und über Johann Sebastian Bach und zugleich alle für die Fragestellungen der Bach-Forschung interessanten Materialien aus dem 18. Jahrhundert – zunächst in Mitteldeutschland, später weltweit systematisch zu ermitteln
Neben der Präsentation von Fundstücken erzählt die Ausstellung von den manchmal abenteuerlichen Expeditionsumständen, vom Finderglück und der märchenhaft erscheinenden Überlieferung mancher Exponate.

Seit 2002 führt die Stiftung Bach-Archiv ein zuvor nie da gewesenes Projekt durch, das das ehrgeizige Ziel verfolgt, sämtliche Bach-Dokumente – also Schriftstücke von und über Johann Sebastian Bach und zugleich alle für die Fragestellungen der Bach-Forschung interessanten Materialien aus dem 18. Jahrhundert – zunächst in Mitteldeutschland, später weltweit systematisch zu ermitteln. Nach der Durchsicht der historischen Archivalien und Bibliotheksbestände von über 200 Städten können sich die Erfolge dieser Expedition Bach sehen lassen. Die gleichnamige Ausstellung zeigt die herausragenden „Trophäen“ des Projektes. Erstmalig wird das in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar entdeckte Autograph der Arie Alles mit Gott und nichts ohn’ ihn BWV 1127 öffentlich gezeigt. Auch die ebenfalls dort entdeckten gerade erst präsentierten ältesten Notenhandschriften Bachs – Orgeltabulaturen aus seiner Schülerzeit in Ohrdruf und Lüneburg – sind zu sehen. Darüber hinaus wartet die Ausstellung mit kuriosen, mitunter auch tragischen Dokumenten von Bachs Familie und seinen Thomanern auf: ein Neffe Bachs etwa betätigt sich als Schreiber von Liebesbriefen, und sein letzter Chorpräfekt schreibt Gedichte. Auch entpuppt sich das kleine ostthüringische Ronneburg anhand neuer Archivfunde als bedeutendes Zentrum der Bach-Pflege, da der dortige Kantor um 1740 die größte Bachiana-Sammlung außerhalb Leipzigs besaß.
Neben der Präsentation der Fundstücke erzählt die Ausstellung von den manchmal abenteuerlichen Expeditionsumständen, vom Finderglück und der märchenhaft erscheinenden Überlieferung mancher Exponate.

Katalog: Katalog zur Sonderausstellung, erarb. von Michael Maul, hrsg. vom Bach-Archiv Leipzig

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Kategorien:
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