Spectacular City - Architekturfotografie

Laufzeit: 27. Januar 2007 bis 06. Mai 2007

In unseren Tagen wird die beste Architektur oft nicht gebaut, sondern auf Hochglanzpapier gedruckt und bestaunt. Spektakuläre Fotografien porträtieren Schönheit und Potenzial urbaner Landschaften, berühmter Bauwerke und menschenleerer Straßen. Spectacular City betrachtet die städtische Welt aus der Perspektive der besten zeitgenössischen Fotografie. Sie zeigt, daß sich die Bilder von unseren Städten wandeln, berichtet von diesem Prozeß und leistet damit einen besonderen Beitrag zur Ästhetik unserer Zeit.

Die Fotografien halten den Bildgegenstand nicht einfach nur fest, sondern manipulieren, konstruieren oder rekonstruieren ihn. Dadurch gewähren sie einen Blick auf Dinge, die wir womöglich übersehen haben, die in unserer schnell sich wandelnden Welt aber latent vorhanden sind. Mit dieser Methodik schaffen die Künstler einen Mythos um das moderne Großstadtleben. Sie zeigen uns das Spektakel der Urbanität als Mythos vom Leben in einer globalisierten, urbanen Umwelt. Sie präsentieren spektakuläre Architektur, die wir vielleicht noch nicht gesehen haben, die sie jedoch als Beweis ihrer Existenz in ihrer ganzen, Furcht einflößenden Pracht vor uns ausbreiten. Sie bauen die Zukunft nicht, sie fotografieren sie.

Die Ausstellung, die vom Rotterdamer NAI, dem niederländischen Architektur Instutitut, zusammengestellt wurde, ist international die erste Bestandsaufnahme dieser Art und enthüllt den Besuchern eine neue Welt. Zu sehen sind rund 100 Fotografien aus den letzten zehn Jahren von international berühmten Künstlern wie Andreas Gursky, Thomas Struth, Thoms Ruff und Olivo Barbieri, Thomas Demand, Andreas Gefeller, Heidi Specker, Michael Wesely, Todd Hido - um nur einige der bekanntesten zu nennen. Darunter, das mag nicht überraschen eine Vielzahl von Fotografen, die an der Düsseldorf Kunstakademie studiert haben.

Die Ausstellung präsentiert das breite Spektrum an persönlichen Annäherungen und Blickwinkeln auf die bzw. in der Stadt: Das Werk von Andreas Gursky ist ein wichtiger Einstieg in die Ausstellung. Seine Arbeiten überschreiten die rein dokumentarische Fotografie durch die digitale Manipulation seiner Aufnahmen. Auf diese Weise entstehen neue, persönliche Realitäten mit städtischen Strukturen als Hauptthema. Gursky zeigt, daß auch scheinbar unmögliche Kamerawinkel ein reichhaltiges Potential interessanter Aufnahmen eröffnen und hat damit viele der anderen Fotografen der Ausstellung in ihrer Arbeit beeinflußt.

Kategorien:
Fotografie |  Ausstellungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen | Ort:  Düsseldorf |
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