Helden und ihre Maler
Münchner Historienmalerei des 19. Jahrhunderts

Laufzeit: 30. Juni 2007 bis 16. September 2007

Die Ausstellung beleuchtet einen wenig bekannten Aspekt der engen kulturellen Verflechtungen zwischen Deutschland und Polen. Die Historiengemälde des 19. Jahrhunderts von deutschen Künstlern der "Münchner Schule" und den wichtigsten polnischen Historienmalern, die alle in München studiert hatten, werden nach ihrer Präsentation in Krakau nun in veränderter Zusammenstellung in Bamberg gezeigt.
Im Mittelpunkt stehen die Werke großer Münchner Meister, die die Lehrer von bedeutenden bambergischen sowie polnischen Malern waren, darunter Carl von Piloty, Wilhelm Kaulbach, Wilhelm Lindenschmit d. Ä. und Franz von Defregger. Die Bilder der jungen Bamberger und der polnischen Schüler wie Jan Matejko werden mit diesen "Kernstücken" in Beziehung gesetzt.

Münchner Historienmalerei in Bamberg

Unter dem Titel „Helden und ihre Maler“ wird in der Stadtgalerie Bamberg - Villa Dessauer vom 30. Juni 2007 bis zum 16. September 2007 eine außergewöhnliche Sammlung Münchner Historienmalerei des 19. Jahrhunderts gezeigt. Die Ausstellung wurde vom Nationalmuseum in Krakau geplant und in Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Bamberg realisiert.

Schon das 19. Jahrhundert kannte einen 7. Sinn. Es war kein telepathischer oder hellseherischer – sonst hätte man wohl das nachfolgende Jahrhundert anders gestaltet –, sondern es war der historische Sinn. Wenngleich dies damals leicht spöttisch gemeint war, gilt die Entdeckung der Geschichte als eines der herausragenden Merkmale des 19. Jahrhunderts.
Als Nietzsche sich demgemäß bald über den „Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben“ (1874) ausließ, blühte die europäische Historienmalerei gerade erst richtig auf. Letzteres hatte den Hintergrund, dass die Geschichte der europäischen Völker zunehmend national interpretiert und durch ihre künstlerische Darstellung der Öffentlichkeit schmackhaft gemacht wurde. Heute sind diese Gemälde ebenso gehaltvolle wie interessante Quellen zum Selbstverständnis der damaligen Epoche.
Eines des Zentren der Historienmalerei war das zur europäischen Kulturmetropole aufgestiegene München, wo bayerischem Patriotismus und deutschem Nationalbewusstsein gerade auch durch die Kunst erheblich nachgeholfen wurde. Diese Denkart in Bürgertum und Adel bot einen fruchtbaren Boden für die Entwicklung junger Künstler, die es aus aller Herren Länder und nicht zuletzt aus Polen in die bayerische Hauptstadt zog.

Die vom Polnischen Nationalmuseum in Krakau entworfene Ausstellung „Helden und ihre Maler“ versammelt Objekte aus den großen Gemälde- und Graphiksammlungen in Polen und Deutschland. Dementsprechend zeigt sie Werke der berühmten Münchner Schule, etwa von Kaulbach, Carolsfeld oder Moritz von Schwind, aber auch Beispiele ihrer polnischen und deutschen Schüler: Neben dem berühmten Jan Matejko kommt schließlich auch der Bamberger Historienmaler Pius Ferdinand Messerschmitt zu neuen Ehren.

Katalog: Die Meister Matejkos, Grottgers, der Gebrüder Gierymski ... Münchner Geschichtsmalerei des 19. Jahrhunderts, Krakau 2007

Kategorien:
Kunst | Kunstgeschichte |  Ausstellungen im Bundesland Bayern | Ort:  Bamberg |
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