Kunstverein Passau e.V.
94032 Passau
Heiliggeistgasse 4 / St. Anna - Kapelle

Irene Fastner – Menno Fahl

Laufzeit: 12. Oktober 2007 bis 25. November 2007

Die Hauptrolle in den Bildern von Irene Fastner spielen fast immer Frauen; die Geschichten die diese erzählen schwanken oft zwischen Humor und Tragik. Was auf den ersten Blick oft naiv und harmlos erscheint, offenbart auf den zweiten Blick Abgründe und Fallen. Die Geschichten gehen auf Erlebnisse, Erfahrungen, Reiseeindrücke und Träume der Künstlerin zurück, aktualisieren sich im Malprozess und sollen schließlich vom Betrachter zu Ende gedacht werden. Stilistisch sind ihre Figuren beeinflusst von der ursprünglichen, »primitiven« und authentischen Kunst, wie man sie in der Kinderzeichnung, in der Volkskunst und in der Kunst der außereuropäischen Völker findet, die Irene Fastner auf mehreren Studienreisen auf dem afrikanischen und mittelamerikanischen Kontinent kennen und schätzen gelernt hat.

Menno Fahl verdichtet in seinen Collagen und Materialbildern bemalte oder belassene Holzstücke, Plastik, Pappe, Papier, Draht und Zeitungsausrisse zu blockhaften, weitgehend „schematisierten“ Figuren. Eigentlich abstrakte Einzelformen wachsen in ihrer Kombination zu Kürzeln menschlicher Gestalten zusammen. […] Die archaisch vereinfachten Figuren geben nur ein Mindestmaß an anthropomorphen Formen vor, gleichsam die wichtigsten Angaben zu ihrer Identifizierung: das ruhig statuarische, vertikale Stehen oder ein Bewegungsmotiv mit tapfer ausschreitenden Beinen und schwungvoll erhobenen Armen, das gestufte Schema aus Kopf, Leib und Extremitäten und die maskenhaften Köpfe, die auch isoliert ausgekoppelt als Bildthema auftreten. […] Menno Fahl fängt mit der Kunst noch einmal von vorne an, archaisch, als habe es nie die Perspektive, die Tiefenstaffelung und die naturalistische Wiedergabe von Menschen gegeben. Angestrebt wird schlicht eine neue integrale Kunstform. Die Suche nach einer Durchdringung von Malerei und Skulptur zielt auf die Verschränkung von realem und illusionärem Raum. Der Sprung aus dem Bild in eine räumliche Struktur ergibt sich gewissermaßen von selbst – aus rein darstellerischen Problemen der komplexen polychromen Verdichtung ineinander verschränkter Facetten auf der Fläche.

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