Galerie für Zeitgenössische Kunst
04107 Leipzig
Karl-Tauchnitz-Straße 11

Bernhard Cella. Salon für Kunstbuch. Ein Kunstwerk als Unternehmen

Laufzeit: 20. März 2010 bis 16. Januar 2011

Bernhard Cella interessiert sich für zeitgenössische Formen bildender Kunst und ihre sich verschiebenden Produktions- und Distributionsweisen. In temporären Raumanordnungen reinszeniert er reale Dienstleistungen. So gründete er im Jahr 2007 in Wien den "Salon für Kunstbuch", ein "Unternehmen als Kunstwerk", der 2010 in Leipzig durch eine Dependance vertreten sein wird. Dieser Salon ist “ein Modellraum im Maßstab 1:1”, „in dem sich ein eigenes Beziehungsspiel zwischen Gegenständen, Personen und Kunstwerken entfalten kann, ein Spiel, dessen Fokus kein ökonomischer ist.“

„Have you recently published an art book without ISBN?“ Als erste Produktion vor Ort wird der Leipziger Salon Bucherzeugnisse präsentieren, deren AutorInnen auf NO-ISBN reagierten, einem Open Call im Internet. So entstand eine eigenwillige Sammlung von Publikationen, die im Eigenverlag produziert und ohne ISBN-Nummer vertrieben werden. Erstmals wird diese Sammlung in der Ausstellung zu sehen sein. Den Auftakt seines in mehreren Teilen angelegten Jahresprojekts in der GfZK bildet eine sechsstündige Leseperformance mit Leipziger KünstlerInnen.
Mit lokalen Ressourcen der Leipziger Szenen, die Cella im Verlauf der Ausstellung dafür gewinnen möchte, wird ferner ein neues Buch entstehen, das sich mit NO-ISBN als Phänomen zwischen Kunstproduktion, Autonomiestreben und Professionalisierung beschäftigt.

Die Ausstellung "*Bernhard Cella. Salon für Kunstbuch. Ein Kunstwerk als Unternehmen*" gehört zum Modul: "Das Museum als Unternehmer?", welches ein Teil des Jahresprogramms 2010 "Auftrag für die Kunst" ist. Das Modul widmet sich den Geschäftsbetrieben des Museums, wie etwa Buchladen, Hotel und Café. KünstlerInnen, u.a. Bernhard Cella (Buchladen), Jun Yang und Christine Hill (Hotelraum) sowie Apolonija Šušteršič (Café), befassen sich unter diesem Titel mit funktionalen, ökonomischen, sozialen und ästhetischen Aufgaben, mit Funktionen bzw. Funktionalität, existierenden Nutzungsformen und ökonomischen Modellen gleichermaßen und entwickeln alternative Konzepte des Wirtschaftens.

Kategorien:
Kunst | Zeitgenössische Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Sachsen | Ort:  Leipzig |
Vergangene Ausstellungen
2018 (3)
2017 (7)
2016 (11)
2015 (12)
2014 (8)
2013 (8)
2012 (9)
2011 (10)
2010 (13)
2009 (13)
2008 (16)
2007 (9)
2006 (9)
2005 (12)
2004 (10)
2003 (10)
2002 (10)
2001 (7)
2000 (14)
1999 (4)
1998 (3)
Änderungen / Ausstellungen melden

Sie wollen Änderungen oder Ergänzungen zu Galerie für Zeitgenössische Kunst mitteilen?

 Ausstellung melden  Ausstellungsbild senden  Museumsbild senden  Andere Änderungen  10 Highlights zeigen
Ausstellungsempfehlungen aus anderen Museen
Abbildung: Schale mit Lotosblüte (Ansicht Unterseite), China, Yongzheng-Ära (1723–35), Porzellan mit Aufglasurfarben der famille rose © MK&G, Foto: Jörg Arend
Made in China! Porzellan
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Hamburg
02.10.2020 bis 20.03.2022
Made in China – dieses Label ist in der heutigen Warenwelt allgegenwärtig. China hat bereits vor Jahren Deutschland als Exportweltmeister und die USA als größte Handelsnation abgelöst. Der seit ...
Abbildung: Barbara Niggl Radloff, Hannah Arendt während des 1. Münchner Kulturkritiker-Kongress, 1962 © Münchner Stadtmuseum
Barbara Niggl Radloff. Porträtfotografien und Reportagen 1958-2010
Münchner Stadtmuseum
München
19.11.2021 bis 20.03.2022