Museum Langes Tannen
25436 Uetersen
Heidgrabener Straße

Flaches Land und tiefes Wasser - Malerei und Graphik von Fritz Schade

Laufzeit: 13. Juni 2010 bis 18. August 2010

In unserer Sommerausstellung stellen wir mit Fritz Schade einen Hamburger Künstler vor, der als genauer Beobachter der Natur sich in seiner Malerei und Graphik vor allem der (Küsten-) Landschaft, der Meeresfauna und dem Fischfang widmet. Das flache Marschenland mit seinem charakteristischen Licht- und Farbenspiel und die dänische Ostseeküste, geprägt durch Strand, Leuchttürme, Werften, Boote, Schuppen und das Arbeitsgerät der Fischer, liefern Fritz Schade immer wieder neue Motive.

Neben den reinen Landschaftsthemen stellen die Tiere des Meeres und der Küste einen zweiten Motivkreis in der Kunst Fritz Schades dar. Vögel und Fuchs - der Schade als Strandgänger besonders fasziniert - sind in seinen Darstellungen häufig anzutreffen. Seine besondere Vorliebe gilt aber den Meeresbewohnern - Krabben, Muscheln und Fischen, vor allem dem Hering. Inspiriert durch Naturbeobachtungen, z.T. auch durch literarische Vorlagen spiegelt sich der Lebenszyklus der Heringe in Fritz Schades Bildern wider: als Schwarm in der Tiefe des Meeres durch Bewegung und Strömung bestimmt, gefangen in Containern, in Reih’ und Glied geordnet und wie zum Verkauf dargeboten, Heringsköpfe auf einem Teller, präsentiert in der Tradition des klassischen Stilllebens.
Fritz Schade nutzt für seine Malerei die Eitemperatechnik. Die Eitempera ist eine Emulsion, die aus einem wasserlöslichen (Ei) und einem wasserunlöslichen Teil (Dammarharz/Terpentin) besteht und erst unmittelbar vor dem Malvorgang mit Farbpigmenten vermischt wird. Dieses Verfahren erscheint gegenüber der Verwendung von Acrylfarben umständlich, doch hat es für den Künstler den reizvollen Vorteil einer enormen Farbenvielfalt.
Neben der Malerei nimmt die Druckgraphik für Fritz Schade einen gleichwertigen Platz in seinem künstlerischen Schaffen ein. Galt der Radierung in den 80er Jahren seine besondere Aufmerksamkeit, so konzentriert er sich seit ca. 15 Jahren fast ausschließlich auf den Farbholzschnitt. Vier handwerklich und künstlerisch höchst anspruchsvolle Holzschnitte mit Motiven aus der Haseldorfer Marsch hat er speziell für diese Ausstellung gefertigt. Fritz Schade ist natürlich auch ein exzellenter Zeichner, der mit geschultem Auge die Feinheiten und kleinsten Phänomene von Flora und Fauna erfasst und diese gekonnt zeichnerisch umsetzt.

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Kategorien:
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