Bilder aus der Zehnbambushalle

Laufzeit: 07. September 2010 bis 31. Dezember 2010

50 Holzschnitte aus einem chinesischen Mal-Lehrbuch - Das chinesische "Mal-Lehrbuch für Kalligraphie und Malerei aus der Zehnbambushalle" ist eine Sammlung früher, künstlerisch bedeutender Farbholzschnitte aus China. Es entstand in der späten Ming-Zeit zwischen 1619 und 1633 und besteht aus einzelnen Heften, die sich verschiedenen Themen widmen wie z. B. Bambus, Pflaumen, Ziersteinen, Früchten oder Vögeln. Der Begriff "Zehnbambushalle" bezieht sich auf den Studionamen des Herausgebers, ein Maler und Sammler, vor dessen Haus zehn Bambuspflanzen wuchsen.

Ziel des "Mal-Lehrbuchs" war es, chinesische Malerei einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Daher ahmten die Künstler in der Drucktechnik die zarten Farbübergänge der Tuschemalerei nach - was ihnen täuschend echt gelang. Außerdem sollte die Sammlung Vorbilder und Anweisungen zum Malen bieten. So werden z. B. die Schritte beim Malen einer Orchisblüte und eines Bambusschafts oder das Malen mit und ohne Konturlinie vorgeführt. Das MKG besitzt einen umfangreichen Bestand an Blättern aus dieser berühmten Sammlung und zeigt jetzt erstmalig eine Auswahl von rund 50 Farbholzschnitten.

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