Langzeitwirkung '‘68‘ - Der visuelle Umbruch

Laufzeit: 15. Dezember 2011 bis 11. März 2012

Die dritte Sequenz widmet sich unter dem Titel "Langzeitwirkung '‘68‘ - Der visuelle Umbruch" dem langen Schatten von "‘68", vor allem dem tiefen Einschnitt in den Seh- und Konsummentalitäten der Plakat-Adressaten seit "‘68": Wenigstens ansatzweise soll der um zwei Jahrzehnte verschleppte kulturelle Bruch nach dem Ende der NS-Diktatur sichtbar werden.

Als Bahnbrecher avantgardistischen Grafik-Designs verdienen hierbei die Plakate der Jazz-Szene der frühen Bundesrepublik einen besonderen Ehrenplatz. In den späten 1960er Jahre setzte sich die US-amerikanisch dominierte POP-Art in der westlichen Welt durch. Spannend sind die Wechselwirkungen zwischen weltweiter Pop- und Protestkultur vom New York Andy Warhols über das Düsseldorf von Joseph Beuys bis zur Vermarktung Westberliner Wohnkommunen um die Kommunarden Teufel, Langhans und Kunzelmann.

Auch Unternehmen benutzen jetzt den angriffslustigen, frech-ironischen Stil der außerparlamentarischen Oppositionellen aus der "Neuen Linken". So warb die Bundesbahn mit ungewohnt flapsigen Sprüchen wie "Unsere Loks gewöhnen sich das Rauchen ab".

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