PALERMO - Who knows the beginning and who knows the end

Laufzeit: 24. Februar 2011 bis 25. Mai 2011

Er zählt zu den rätselhaftesten Protagonisten der bildenden Kunst der 1960er und 1970er Jahre in Deutschland: Blinky Palermo (1943 - 1977), der mit bürgerlichem Namen Peter Heisterkamp hieß, war Meisterschüler von Joseph Beuys und mit Gerhard Richter, Ulrich Rückriem, Imi Knoebel und Sigmar Polke befreundet.
Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt in der Ausstellung "PALERMO - Who knows the beginning and who knows the end" rund 60 Bildobjekte und Zeichnungen aus allen Schaffensperioden. Die Schau widmet sich der Farbe und dem Aspekt des Malerischen in Palermos Werk: Viele Werke, insbesondere aus Palermos letztem Schaffensjahr (1976/77), weisen ein ungreifbares Aufleuchten der Farbe auf. Joseph Beuys hatte vom "Hauchartigen" und "Porösen" in der Kunst seines Schülers gesprochen.

Blinky Palermo, mit bürgerlichem Namen Peter Heisterkamp, wurde 1943 in Leipzig geboren und zog 1952 mit seinen Eltern nach Münster. Dort besuchte er ab 1961 die Werkkunstschule und begann bereits im folgenden Jahr sein Kunststudium an der Düsseldorfer Kunstakademie, wo er 1964 Schüler von Joseph Beuys wurde. Aus dieser Zeit stammt auch sein Künstlername: Eigentlich ein Spitzname, den ihm seinen Kommilitonen aufgrund seiner Kleidung, die durch Lederjacke und Sonnenbrille an einen amerikanischen Mafioso erinnerte, gaben. Seiner Ernennung zum Meisterschüler durch Beuys 1966 sollte seine erste Ausstellung in der Münchener Galerie Friedrich und Dahlem folgen. Sie stellte jedoch nur den Anfang einer Vielzahl weiterer Einzelausstellungen in namenhaften Museen dar. Von 1973 bis 1976 lebte Palermo in New York, kehrte jedoch bald nach Deutschland zurück, wo er sich erneut in Düsseldorf niederließ. Im Februar 1977 verstarb Blinky Palermo während einer Reise auf den Malediven an Herzversagen und wurde auf dem Münsteraner Zentralfriedhof im elterlichen Grab beigesetzt. 2008 vom Rat der Stadt Münster zum Ehrengrab ernannt, ziert das Grab heute eine skulpturale Grabplatte des Bildhauers Ulrich Rückriem, mit dem sich Palermo in den Siebzigern ein Atelier geteilt hatte.

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Kunst | 20. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen | Ort:  Münster |
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