Gute Arbeit - Von Wünschen und Wirklichkeiten

Laufzeit: 11. Dezember 2011 bis 09. April 2012

Von der Kindheit bis zum Lebensende, zehn Stunden am Tag, sechs Tage die Woche - Arbeit war früher harter Broterwerb. Auch in der heutigen Gesellschaft bestimmt Arbeit einen großen Teil des Lebens, aber sie hat eine andere Bedeutung bekommen. Viele Menschen definieren über ihren Job auch ihr Selbstverständnis und die Zufriedenheit im Leben. Mit diesem Wandel beschäftigt sich eine Ausstellung, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab Sonntag, 11. Dezember, in seinem Schiffshebewerk Henrichenburg zeigt. Die Ausstellung "Gute Arbeit - Von Wünschen und Wirklichkeiten" geht den Ansprüchen und Erwartungen an Arbeit aus historischer und aktueller Sicht nach.

Die Schau setzt historische Arbeitsplätze in Szene und zeigt Utensilien von der Schutzkleidung eines Gießers bis hin zur Werkstatt eines Scherenschleifers und dem Büro einer Sekretärin aus den 1930er Jahren. "Wir fragen hier, welches Selbstverständnis die Beschäftigten damals von ihrer Arbeit hatten", erläutert LWL-Museumsleiter Arnulf Siebeneicker. Im Vergleich dazu werden in sechs Abteilungen heutige Berufe dargestellt, in denen Wünsche nicht immer mit den Wirklichkeiten im Beruf übereinstimmen. Für die moderne Arbeitswelt stehen Exponate wie der Hightech-Herd und das Laptop mit dem "Coffee to go"-Becher. Eine Fotoserie, die Menschen in ihren Traumberufen zeigt und dazu Zitate vorstellt, ergänzt die Präsentation.

Zum Schluss gehen die Besucher in der Ausstellung der Frage nach, was "gute Arbeit" nach heutigen Vorstellungen eigentlich bedeutet. Wann bin ich selbst zufrieden mit meiner Arbeit? Wie müssen die Arbeitsbedingungen gestaltet werden, um diese Erwartungen zu erfüllen? Muss gute Arbeit sinnreich und qualitätsvoll sein? Macht ein hoher Lohn glücklich? Ein "Glücksrad" bringt Besucher per Zufall zu verschiedenen Traumberufen, um dann Vorstellung und Wirklichkeit des jeweiligen Jobs aufzuzeigen.

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