Virulent: Aufrühren, in Wort und Bezeichnung
Hartmut Andryczuk

Laufzeit: 24. Februar 2012 bis 08. April 2012

Hartmut Andryczuk, 1957 in Barsinghausen bei Hannover geboren, betreibt in Berlin den Hybriden Verlag. Der Begriff steht für enge Verbindungen, die Andryczuk zwischen Literatur und Bildender Kunst herstellt, zwischen Natur und Musik und Medientechnologie. Auf dem Hintergrund der Erfahrungen, die er mit seinen Periodika , TERAZ MOWIE (Hefte für experimentelle Literatur und Kunst) und den Prospekten der Künstlergruppe SOLYPSE gewann, entwickelte sich die rege Produktion von Künstlerbüchern in Kleinstauflagen. Charakteristisch sind die Originalzeichnungen, die Andryczuk in die Bände einträgt, zeichenhafte Figuren zwischen Tier, Organ, Fabelwesen. Sie durchdringen die Texte, historische wie zeitgenössische, und erweitern die Textlektüre um visuelle Provokationen.

Anregungen bezieht Andryczuk aus jenen Richtungen der Literatur und Kunst des späten 19. und 20. Jahrhunderts, die auf Verfremdung tradierter Sprach- und Bildvorkommen im Sinne der Erweiterung von Wahrnehmung zielen: Dadaismus, Futurismus, Surrealismus, Fluxus. Zusammenarbeit mit Pierre Garnier, Valeri Scherstjanoi , Wolfgang Müller, Uwe Warnke (Text), Ottfried Zielke, Felix Furtwängler (Bild), Hartmut Geerken, Wolfgang Spyra (Musik) - um nur einige wenige Namen zu nennen - führt zu jenem Navigieren in thematische Breite und Überschneidung von Kunstgenres, die Andryczuk gerne mit dem Begriff von Kosmos verbindet. Kosmografie, Kosmonaut - die Begriffe sind immer auch als Stachel gegen Establishment verstanden. Virulent, aufrührerisch, ironisch auch gegen sich selbst - Hartmut Andryczuk öffnet der Buchkunst entlegene Kapitel.

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Kategorien:
Kunst | Zeitgenössische Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Hessen | Ort:  Offenbach am Main |
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