KNUT WOLFGANG MARON. EIN LEBEN - Fotografie

Laufzeit: 18. November 2012 bis 13. Januar 2013

Für die Serie Ein Leben begleitete Knut Wolfgang Maron seine Mutter mit der Kamera in ihren letzten Lebensjahren und teilte mit ihr "eine wunderbare und nicht benennbare Intimität", wie er es rückblickend formuliert. In diesem fotografischen Langzeit-Projekt setzt er sich eindrücklich mit Krankheit und Gebrechlichkeit der 1920 geborenen Marianne Maron auseinander und auch der eigenen Trauer.

Nach ihrem Tod erhielt er noch zwei Jahre das elterliche Haus in Bonn, um die alltäglichen Dinge, die die Mutter umgaben, fotografisch zu interpretieren. Maron findet berührende Bilder für das Schwinden und Verschwinden - von Lebenskraft und jenen vertrauten Dingen, die zurückbleiben, wenn ein Mensch stirbt. Indem er diese im Stadium der Auflösung begriffene Alltagswelt dokumentiert und speichert, gewährt seine Serie auch Einblick in das Lebenskonzept der Kriegsgeneration. Im Aufbau von Ausstellung und Katalog führt Maron die Fotografien paarweise zu Diptychen zusammen und steigert so die Spannung zwischen Mensch und Objekt.

Erstmals wird diese mehrfach ausgezeichnete Serie mit 170 Farbfotografien in drei Bundesländern der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu einer Kooperation zusammengefunden haben sich die Kunsthalle Erfurt, das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr und das Staatliche Museum Schwerin. Im Anschluss an die deutschen Stationen wird die Ausstellung Ende 2013 in der White Box, New York City, USA zu sehen sein.

Der 1954 in Bonn geborene Maron lebt und arbeitet in Essen, Berlin und Wismar. Von 1977 bis 1983 studierte er visuelle Kommunikation und Fotografie bei Otto Steinert und Erich vom Endt an der Folkwang Hochschule in Essen.
Er lebte mehrere Jahre in Paris und hat seit 1993 eine Professur an der Hochschule in Wismar inne. In der Art der Bildkomposition sieht sich Maron bis heute dem von Otto Steinert begründeten Konzept der Subjektiven Fotografie verpflichtet.

Kategorien:
Fotografie | 21. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen | Ort:  Mülheim an der Ruhr |
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