Kunsthaus Stade
21682 Stade
Wasser West 7

Dirk Meinzer | Wenn das Paradies fliegen lernt

Laufzeit: 02. Februar 2013 bis 01. April 2013

Ab Februar präsentiert das Kunsthaus Stade Werke des zeitgenössischen Künstlers Dirk Meinzer. Er studierte bis 2004 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Anschließend verbrachte er sieben Monate in Tansania, wo er unter Einheimischen lebte. Gerade diese Auseinandersetzung mit der Fremde beeinflusste die Kunst des Hamburgers nachhaltig. Meinzer ist ein technisch sehr vielfältiger Künstler. Sein Werk reicht von Malerei, über Collagen, Assemblagen, bis hin zu Videos und Installationen. In zahlreichen Werken finden sich Teile von konservierten exotischen Tieren, die er vom Zoll bekommt. Meinzer kombiniert ungewöhnlichste Materialien und überrascht so den Betrachter.

Dirk Meinzer (*1972) studierte bei Claus Böhmler an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und beendete sein Studium 2004. Er lebt in Hamburg und wurde in den letzten Jahren mit zahlreichen Förderungen und Preisen wie dem Grieshaber-Stipendium der Stadt Reutlingen (2011) und dem Atelier- und Arbeitsstipendium der AZB Zürcher Bildhauer (2010) ausgezeichnet.

Meinzer ist ein postkonzeptueller, technisch sehr vielseitiger Künstler. Seine Aufmerksamkeit schenkt er ganz besonders den seltsamen, absonderlichen und unerklärbaren Dingen. Er schafft Zeichnungen, Installationen, Malerei, Collagen, Assemblagen, Druckgrafiken, Videos und Bücher. Geht man in seine Ausstellungen, so scheint man eine Wunderkammer zu besuchen.
In einer Werkgruppe, den Popanzen, finden sich Teile von konservierten, teils exotischen Tieren, die Meinzer aus den bundesbehördlichen Asservatenkammern überstellt bekam. Diese bilden in seinen Assemblagen zusammen mit Pommes, Spaghetti, Polyester und Spezialfarben poetisch komponierte Antlitze. Er ästhetisiert nicht totes Material, ihn interessiert die Begegnung von Natur und (künstlerischer) Technik als fortwährender Prozess. Der Besucher wird an die berühmten Blumen- und Obstporträts des bekannten manieristischen Malers, Erfinders und Musikers Guiseppe Arcimboldo erinnert oder auch an die Materialbilder von Dieter Roth.

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Kategorien:
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