Kleine Welten. Mikroskulpturen von Willard Wigan

Laufzeit: 08. Dezember 2013 bis 29. Juni 2014

Sie sind so klein, dass man sie einfach einatmen könnte - die Skulpturen des englischen Bildhauers Willard Wigan. Ihm selbst ist das schon passiert. Die Wolkenkratzer, Bäume und Märchenszenen sind weniger als 0,005 Millimeter groß. Schon als Kind faszinieren Wigan Ameisen, er baut für sie Häuser mit Inneneinrichtung - maßstabsgetreu. Die Idee zu seinen heutigen Kunstwerken kommt ihm, als er einen Bibelspruch hört: "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher ins Himmelreich kommt." Das stachelt Wigans Ehrgeiz an.

Mit Hilfe eines Mikroskops schafft er am Ende etwas Unglaubliches: Durch sein Nadelöhr passt eine ganze Karawane - neun Kamele aus Teppichfasern. Stillhalten ist hier die größte Gabe - jahrelanges Training die Voraussetzung. Um seine Mikroskulpturen zu perfektionieren, lernt Wigan Atmung und Herzschlag zu verlangsamen. Detailarbeiten erledigt er zwischen zwei Herzschlägen. Das Werkzeug, das der Brite benutzt, baut er sich selbst - aus Nadeln mit Rubin- und Diamantsplittern. Als Pinsel benutzt der die Wimpern am äußeren Ende seines Augenlides. Aus Teppichfasern, Gold, Nylon, Teilen von Kabelbindern entstehen die Skulpturen über Monate. Die Skulpturen, die mit bloßem
Augen nicht zu sehen sind, erzielen auf dem Kunstmarkt mittlerweile astronomische Preise.

Kategorien:
Kunst | 21. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Hamburg | Ort:  Hamburg |
Vergangene Ausstellungen
2021 (2)
2020 (8)
2019 (11)
2018 (15)
2017 (14)
2016 (16)
2015 (17)
2014 (21)
2013 (18)
2012 (12)
2011 (20)
2010 (17)
2009 (12)
2008 (13)
2007 (22)
2006 (12)
2005 (22)
2004 (11)
2003 (22)
2002 (31)
2001 (17)
2000 (20)
1999 (26)
1998 (21)
1997 (7)
1996 (1)
Änderungen / Ausstellungen melden

Sie wollen Änderungen oder Ergänzungen zu Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg mitteilen?

 Ausstellung melden  Ausstellungsbild senden  Museumsbild senden  Andere Änderungen  10 Highlights zeigen
Ausstellungsempfehlungen aus anderen Museen
Abbildung: Brosche Münchner Kindl, Theodor Heiden, 1908, Sammlung Dry-von Zezschwitz © Münchner Stadtmuseum
MUC / Schmuck. Perspektiven auf eine Münchner Privatsammlung
Münchner Stadtmuseum
München
13.11.2020 bis 26.09.2021
Die Goldschmiedekunst spielt in München seit Ende des 19. Jahrhunderts eine zunehmend bedeutende Rolle. Bis heute leben und arbeiten hier überdurchschnittlich viele Goldschmied*innen und Schmuckkün...
Abbildung: Ausschnitt Triptychon mit Einhornverkündigung, Erfurt um 1430 © Foto: Klassik Stiftung Weimar | Rechte: Mühlhäuser Museen
Von Einhörnern und Drachentötern – Mittelalterliche Kunst aus Thüringen
Bauernkriegsmuseum Kornmarktkirche
Mühlhausen
13.11.2018 bis 15.11.2030
Die Schau zeigt vom vollständigen Altarwerk bis zu einzelnen Gemälden und Heiligenskulpturen über 60 Werke bzw. Werkgruppen in der bislang umfangreichsten Exposition mittelalterlicher Bildwerke aus...