Kunsthalle Schweinfurt
97421 Schweinfurt
Rüfferstraße 4

Christoph Brech - It´s about time

Laufzeit: 10. Mai 2014 bis 14. September 2014

Christoph Brech erweist sich als Grenzgänger zwischen Malerei und Film und ist ein Bilder-Finder und Bild-Erfinder. Der Begriff Filmkunst hat dabei in seinem Schaffen nur bedingt Gültigkeit, es ist in Bewegung gebrachte subtile Malerei, die er im Film mittels einer Choreografie des Zufalls gestaltet. Der Künstler mit Schweinfurter Wurzeln wurde in der Triennale Schweinfurt II 2012 zum ersten Preisträger von einer Jury gekürt, als Preis wurde diese monografische Ausstellung mit Begleitkatalog ausgelobt.

2012 erhielt Brech die Sondergenehmigung die nicht-öffentlichen und geheimen Winkel des Vatikans zu fotografieren. Diese „Im Allerheiligsten“ des Vatikans entstandene Fotoserie beschrieb Peter von Becker in der ZEIT als „geisterhafte Ansichten, manche schon auf den ersten Blick voller Geheimnis, andere nur rätselhaft“ und zeichnete Brech mit den Worten aus „ein enthusiastischer Augenmensch, mit dem Spürsinn für organische Strukturen und fantastische Assoziationen“. In den Ausstellungen sind Videoarbeiten, Fotografien, Objektkunst und Installationen zu sehen. Christoph Brech nimmt seinen 50. Geburtstag zum Anlass, sich einerseits in Schweinfurt auf eine Zeitreise durch seine eigene Biografie und deren Stationen zu begeben und sich andererseits dem Thema Zeit ganz allgemein zu widmen. So zeigt der Künstler in der großen Halle mit Bezug auf die Funktion des ehemaligen Schwimmbades den Film „time & tide“. Er ließ sich konzeptionell auch von der marmornen Uhr der ursprünglichen Ausstattung inspirieren. In der Ausstellung ist die namensgebende Installation „it´s about time“ mit einer linearen Anbringung von 12 lateinischen Blei-Ziffern als Metapher auf eine Zeitvorstellung mit Anfang und Ende zu sehen. In Anspielung auf den Beruf seines Großvaters werden außerdem Thorax-Röntgen-Aufnahmen Schweinfurter Bürger als Ausdruck von Lebens-Zeit gezeigt. In anderen Exponaten im KunstSalong des Kunstvereins und in der St. Johanniskirche werden ebenfalls der Lauf der Zeit und die Begegnung mit Geschichte thematisiert. Brechs Arbeiten, so Florian Köhler, untersuchen sehr spezifische Objektdetails unter strengen konzeptionellen Vorgaben. Durch bewusste Entschleunigung und einen suggestiven Umgang mit Musik und Klang entsteht in seinen Videos eine kontemplative Dichte, die die Wahrnehmungssensorik stark fordert.

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