„Wir gehen Baden“

Laufzeit: 29. März 2015 bis 15. November 2015

Die Ausstellung stellt die Frage: Wer hat sich wann, wie oft und warum gebadet bzw. gewaschen. Beachtet werden dabei die städtische Umgebung Konz/Trier als auch das ländliche Umfeld.

Hinweise auf Wasch- und Hygienepraktiken auf dem Land sind recht selten. Auch wenn die Figur des dreckigen und schmutzigen Bauern eine literarische Erfindung ist – wer besitzt noch die Kraft nach 14 bis 18 Stunden Arbeit im Sommer den müden Körper zu pflegen? Vor der Einführung der Wasserwerke im ländlichen Raum um 1900 musste das Wasser zudem mühevoll vom Brunnen geholt werden.

Die Ausstellung zeigt, dass heute gewohntes fließendes kaltes und warmes Wasser nicht selbstverständlich war. Selbst als es fließendes Wasser gab, war ein warmes Bad eher die – oft wöchentliche - Ausnahme.

Die Ausstellung zeigt neben vielen Waschutensilien und Waschgelegenheiten von der Waschschüssel bis zur Badewanne auch die Herstellung und den Vertrieb von Seife und Duftseifen. Highlights der Ausstellung sind schön verzierte Waschtische, themenbezogene Exponate aus einem ehemaligen Trierer Frauenkloster, und ein Waschplatz eines reinen „Art Deco“-Badezimmers aus Lahner Marmor, das in der Trier Innenstadt bei einer Wohnungsrenovierung weichen musste.

Kategorien:
Kulturgeschichte |  Ausstellungen im Bundesland Rheinland-Pfalz | Ort:  Konz |
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