MEWO Kunsthalle Memmingen
87700 Memmingen
Bahnhofstraße 1

Henry Moore: Sheep

Laufzeit: 15. Oktober 2016 bis 29. Januar 2017

Mit Henry Moore zeigt die Kunsthalle einen der renommiertesten Künstler des 20. Jahrhunderts. Bekannt durch seine überlebensgroßen Skulpturen, hat er den öffentlichen Raum auch in Deutschland geprägt. Gerade die große Bronzeskulptur „Large Two Forms" ist vielen ein Begriff, steht sie doch vor dem ehemaligen Bundeskanzleramt in Bonn. Der Brite war aber auch ein hervorragender Zeichner. Durch die großzügige Leihgabe der Henry Moore Foundation ist es der MEWO Kunsthalle in Memmingen möglich, eine weniger bekannte Facette des Künstlers zu zeigen.

Im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung stehen somit auch zwei besondere Leidenschaften des Künstlers. Zum einen handelt es sich dabei um das Schaf als Motiv, zum anderen um die Zeichnung als Medium. Die Schafe waren Teil der Landschaft, die ihn umgab, eine bewegliche, fast skulpturale Ergänzung der sanften Hügel und Felder. Immer wieder zeichnete er sie, sowohl aus Freude an den Tieren – so entstand ein Kinderbuch für seinen Enkel Gus – als auch aus Interesse an der Form. Er hatte sogar eine winzige Zeichenhütte auf Rädern, damit er auch bei Regen draußen arbeiten konnte. Hier entstanden vielfältige Blätter – schematische Entwürfe ebenso wie eindrückliche Charakterstudien. Henry Moore (*1898 in Castleford, †1986 in Much Hadham) ist einer der prominentesten Künstler des 20. Jahrhunderts. Ihm war schon früh klar, dass er Bildhauer werden wollte und nach einem kurzen Einsatz im 1. Weltkrieg studierte er an der Leeds School of Art und danach am Londoner Royal College of Art. Nach dem Studium war er, gemeinsam mit Barbara Hepworth, Naum Gabo, Mark Nash und Herbert Read, Teil einer britischen Avantgarde, die sich intensiv mit Abstraktion und Surrealismus auseinander setzte und die viele Kontakte in die Kunstzentren Europas knüpfte.

Mit dem zweiten Weltkrieg zog Moore ins beschauliche Much Hadham, nördlich von London, wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete. Hier in der Natur fand er die Inspirationen für seine abstrahierten, organischen Skulpturen. In einem seiner Ateliers füllen Fundstücke — Steine und Knochen, die er während seiner Spaziergänge gesammelt hatte — fast jede Oberfläche.

Henry Moore wurde zum Inbegriff einer humanistischen Moderne, seine Ausstellungen wurden in nahezu jedem Land dieser Erde gezeigt und seine monumentalen Skulpturen sind in allen Metropolen zu Hause — vor dem UN Hauptquartier in New York ebenso wie vor der UNESCO in Paris, dem Bundeskanzleramt in Bonn oder der Pinakothek der Moderne in München.

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Kategorien:
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