Schloßmuseum
99301 Arnstadt
Schloßplatz 1

Erfunden.erforsch.gebaut – Forscher und Erfindergeist

Laufzeit: 12. November 2016 bis 23. April 2017

Im Mittelpunkt der Ausstellung im Schloßmuseum Arnstadt, stehen Natur- und Geisteswissenschaftler aus drei Jahrhunderten, die in ihrem Leben eng mit Arnstadt verbunden waren. Ihnen allen gemeinsam sind nicht nur ihr ungebremster Forscherdrang, sondern auch ihre Vielseitigkeit und ihr umfassendes Interesse auf verschiedensten Wissensgebieten. Die in der Ausstellung vorgestellten Biografien und Forschungsgebiete sind ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem GoetheStadtmuseum Ilmenau und der TU Bergakademie Freiberg u. a. Museen. Sie verdeutlichen die Bedeutung der naturwissenschaftlichen Sammlungen, ihre breite gesellschaftliche Verortung an Universitäten, Schulen, Vereinen und Museen.

Vertreter des 18. Jahrhunderts sind der von 1706 bis 1720 in Arnstadt wirkende freischaffende Schriftsteller, Geograph und Historiker Johann Gottfried Gregorii, der 1768 in Arnstadt gestorbene Arzt und Botaniker Johann Heinrich Tiemeroth und der 1777 in Arnstadt geborene Naturwissenschaftler Lorenz von Pansner. Mit Unterstützung der TU Bergakademie Freiberg arbeitet Frau Lidia Stokratskaya an einer Dissertation, in der sie den Briefwechsel Lorenz von Pansners u.a. mit Alexander von Humboldt und Johann Wolfgang von Goethe auswertet.
Im 19. und 20. Jahrhundert fand wissenschaftliche Arbeit nicht nur an den Universitäten statt. Zunehmend wurde in naturwissenschaftlichen Gesellschaften und Vereinen geforscht. Oft betrieben Lehrer eine intensive wissenschaftliche Tätigkeit, darunter der Philologe und Pädagoge Dr. Bruno Caemmerer. Er wurde 1875 an das Arnstädter Gymnasium berufen und war Mitglied der Museumsgesellschaft Arnstadt, die von 1894 bis 1945 große Verdienste bei der Erforschung der Geschichte und Natur von Arnstadt und Umgebung nachweisen kann. Sein Sohn Dr. Erich Caemmerer, geboren 1884 in Arnstadt, studierter Germanist, war ebenfalls Gymnasiallehrer und forschte auf dem Gebiet der Vor- und Frühgeschichte. Hugo Jung ist in diesem Zusammenhang ebenso zu nennen, wie der 1860 geborene Pädagoge, Geologe und Mikropaläontologe Adolf Franke. 1925 übersiedelte er nach Arnstadt und widmete sich weiteren naturwissenschaftlichen Forschungen, vorwiegend dem Spezialgebiet der Foraminiferenkunde und der mikropaläontologischer Präparationsmethodik. Der Naturwissenschaftler und Pädagoge Arno Bergmann war Mineraloge und Mitglied des Entomologischen Vereins und befasste sich mit der Faunistik der Thüringer Großschmetterlinge.
Ernst Schmidt lehrte ab 1907 an verschiedenen Schulen in Thüringen, von 1920 bis 1946 und ab 1950 in Arnstadt. Er legte Sammlungen von Moosen, Flechten, Zikaden und Wanzen aus Thüringen mit dazugehörigen Verzeichnissen an. Auch die Lehrer Karl Schumann und Bernhard Krahmer und der Veterinärmediziner und Naturwissenschaftler Dr. Wilhelm Nöller hinterließen ein bleibendes wissenschaftliches Erbe. Erwähnung finden auch der Bodenkundler und Forstwissenschaftler Emil Rammann, dessen Vater Gustav und der Geograf, Alpinist und Polarforscher Ernst Sorge.

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Kategorien:
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