Horst-Janssen-Museum
26121 Oldenburg
Am Stadtmuseum 4-8

Janssen Revisited - Die Sammlung von Stefan Blessin, gesehen von Helene von Oldenburg

Laufzeit: 13. Mai 2017 bis 17. September 2017

Dem Horst-Janssen-Museum ist im Jahr 2016 der Ankauf einer spektakulären Hamburger Privatsammlung geglückt, die der erste Janssen-Biograf, Stefan Blessin, zusammengetragen hat. Dank der langjährigen Beziehung zum Sammler, der kontinuierlich auch als Leihgeber für das Horst-Janssen-Museum fungierte, konnten immer wieder einzelne Werke daraus gezeigt werden. Ab Mai 2017 wird nun die komplette Sammlung im Museum präsentiert.

Die Künstlerin und Kuratorin Helene von Oldenburg, die sich mit ihren Installationen, Performances und Vorträgen auf den Grenzgebieten zwischen Kunst, Wissenschaft und Medien bewegt, wird ihren sehr subjektiven Blick auf das Werk von Horst Janssen werfen und völlig neue Schlüsse aus seiner Arbeit ziehen. Es wird Reduzierungen, neue Verbindungen, ungewohnte Bezüge geben und auch die Möglichkeit für Besucher selbst praktisch kreativ zu werden.

Helene von Oldenburg hat sich Janssens Werk analytisch genähert: Sie zeigt seine Arbeiten von sehr nah, im Detail und zerlegt sie in kleinste Einheiten. „Diese Struktur, der ich die Ausstellung ‚Janssen Revisited‘ anvertraue, entsteht über einen Umweg. Die Einheiten werden auf einen neuen Zweck hin aus ihrem Zusammenhang gebrochen“, beschreibt von Oldenburg ihr Konzept und führt aus: „Aus ihnen habe ich eine Schrift entwickelt, die auf jedem Computer oder Smartphone verwendet werden kann und die auch auf der Website des Museums kostenlos bereitgestellt wird. Die Entwicklungsschritte von den Zeichnungselementen bis hin zu den neuen Schriftzeichen zeige ich in der Ausstellung.“ Zusätzlich kann die neue Schrift von den Besucherinnen und Besuchern getestet werden. Sie werden zu Schriftübungen auf Papier oder Wandtafel ermutigt und können mit Stempeln aus den neuen Schriftzeichen wiederum eigene Zeichnungen erstellen.

Die Reduzierung von Horst Janssens Arbeiten auf kleinste Zeichen ist nur eine Möglichkeit, um den Blick in seine Bilder hinein zu lenken. Wird der Kontext eines Kunstwerkes verändert, verschiebt sich auch seine Wahrnehmung. Helene von Oldenburg erreicht dies zusätzlich durch Übermalungen und Überklebungen. Diese Reduzierung auf einen kleinen Ausschnitt führt zu einer weitgehenden Veränderung der jeweiligen Janssen-Arbeit. Zudem schafft Helene von Oldenburg in Form von farbigen Wänden und aufregenden Tapeten Umgebungen, in denen sich Janssens Zeichnungen tarnen können oder sich gegen visuell herausfordernde Hintergründe durchsetzen müssen.

Die Frage nach dem Wert von Kunst stellt die Künstlerin, indem sie viermal das gleiche Plakat, aber mit unterschiedlicher Signatur ausstellt. Und sie überführt einige der janssenschen Bilder in eine dreidimensionale Skulptur.

Zur Museumseite: Horst-Janssen-Museum

Kategorien:
Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Niedersachsen | Ort:  Oldenburg |
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