IK & die vielen anderen: schafft diese Welt das? Arbeiten von Mark Swysen

Laufzeit: 02. Juni 2017 bis 24. September 2017

Der Ausstellungstitel „IK & die vielen anderen: schafft diese Welt das?“ sagt es bereits: Mark Swysens Arbeiten beschäftigen sich mit dem Verhältnis zwischen dem Ich (flämisch IK) und den anderen, also der Gesellschaft und der Umwelt.

Multimediale Reize wie optische Stimuli, Ton, Licht und Bewegung verwendet der Künstler bewusst zur Gestaltung seiner Ideen. Seine Arbeiten leuchten, bewegen sich, sprechen oder geben Töne von sich. Gezielt setzt er Alltagsobjekte wie Regenschirme oder PET-Flaschen ein. Mark Swysen erzielt auf diese Weise Nähe zum Betrachter und ermöglicht eine alltagsnahe Interaktion.

Mark Swysens Arbeiten sind nicht nur im Botanischen Museum sondern auch im Freiland und in den Gewächshäusern des Botanischen Gartens ausgestellt. In der Eingangshalle des Museums hängen große leuchtende Installationen, und „Justitia“ befragt uns, wie wir miteinander umgehen. Eine „Mauer“ aus Stahlstäben mit drei eingebauten Pissoirs spielt nicht nur mit der Idee der Reviermakierung, sondern verweist zugleich auch auf vergangene und zukünftige politische Mauern. Aktiv arbeiten die Besucherinnen und Besucher beim „social collaboration experiment“ zusammen und lassen sich überraschen, wie viele soziale Interaktionen die Zubereitung eines Cappuccinos begleiten. Ob „Kwadratur des Kreises“, „post-anthropozänes Bedauern“ oder „Schreiende Bäume“: Viele weitere spannende Arbeiten lassen sich auf einer Route durch Garten und Gewächshäuser entdecken.

Mark Swysen wurde 1965 in Belgien geboren. Er studierte Biologie und absolvierte in Brüssel ein Kunststudium. Heute lebt er in Antwerpen. Er interessiert sich für das menschliche Verhalten in unseren westlichen Gesellschaften. Dazu hinterfragt er die biologischen Denkmuster des menschlichen Gehirns und die soziologischen Dynamiken des menschlichen Zusammenlebens. Swysens Arbeiten sind Reflexionen über die sozialen Interaktionen von Menschen innerhalb ihrer eigenen Gruppe und gegenüber anderen Gruppen.

Die Weltstadt Berlin ist für Swysen ein Knotenpunkt intensiver sozialer Kontakte, Grundlage der Gruppendynamik und kulturellen Evolution des Menschen. Mit Humor und Fantasie erforscht der Artist in Residence im Berliner Garten und Museum nicht nur das reichhaltige Inventar zeitgenössischer Pflanzen sondern darüber hinaus auch die Möglichkeiten zukünftiger Lebensformen jenseits des Anthropozän-Zeitalters. In der Vorstellung des Künstlers symbolisiert ein Botanischer Garten den „Garten Eden” – den biblischen Geburtsort der menschlichen Genetik.

Kategorien:
Kunst | Zeitgenössische Kunst | 21. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Berlin | Ort:  Berlin |
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