Deichtorhallen Hamburg
20095 Hamburg
Deichtorstraße 1-2
Abbildung: Raed Yassin, The Company Of Silver Spectres, 2021. Acryl-Sprühfarbe auf gefundener Fotografie. © Copyright: Raed Yassin. Mit freundlicher Genehmigung durch den Künstler.

8. Triennale der Photographie Hamburg 2022
Thema: CURRENCY

Laufzeit: 20. Mai 2022 bis 18. September 2022  

Anderer Ausstellungsort:
Bucerius Kunst Forum, Deichtorhallen Hamburg mit dem Haus der Photographie, der Halle für aktuelle Kunst und der Sammlung Falckenberg, Hamburger Kunsthalle, Jenisch Haus, Kunsthaus Hamburg, Kunstverein in Hamburg, MARKK – Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt, Museum der Arbeit, Museum für Hamburgische Geschichte, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G).

Die 8. Triennale der Photographie Hamburg wird in zwölf Ausstellungen das Thema CURRENCY aus verschiedenen Blickwinkeln und in unterschiedlichen Interpretationen beleuchten. Vom Fotoalbum aus der Kolonialzeit, über bildgewordene Phantasien, experimentelle Aufnahmen bis zur sozialen Dokumentarfotografie reicht die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Möglichkeiten, mit denen Fotografien produziert, zirkuliert und interpretiert werden. Den Ausstellungsparcours durch Hamburg haben die künstlerische Leiterin Koyo Kouoh und ihr internationales Team sowie die Kurator*innen der zehn beteiligten Museen und Ausstellungshäuser in Hamburg entworfen. Die Ausstellungen werden von zahlreichen Veranstaltungen und einem mehrtägigen Festival im Juni 2022 begleitet.

In der Halle für aktuelle Kunst der Deichtorhallen Hamburg untersucht die Gruppenausstellung "Currency: Photographie jenseits der Aufnahme" in experimentellen Aufnahmen, dokumentarischer Praxis und alle Sinne ansprechenden Beschwörungen, wie Wissen über künstlerische Ansätze mit dem Medium der Photographie ergründet werden kann. Mit Arbeiten von Akinbode Akinbiyi, Ziad Antar, Vartan Avakian, Oroma Elewa, Anne-Marie Filaire, Alfredo Jaar, Clifford Prince King, Marilyn Nance, Guevara Namer, Otobong Nkanga, Rana El-Nemr, Jo Ractliffe, Cecilia Reynoso, RaMell Ross, Raed Yassin, Paul Yeung und anderen.

Zwei Ausstellungen der Triennale widmen sich dem Fotografen Herbert List: Das Bucerius Kunst Forum zeigt mit "Das magische Auge" die erste internationale Gesamtschau seines Werks seit mehr als zwei Jahrzehnten. Im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg ist "Präuschers Panoptikum. Ein Bilderbuch von Herbert List" zu entdecken. Die Ausstellung präsentiert das noch nie gezeigte Buchprojekt von Herbert List mit Fotografien aus den 1930er und 1940er Jahren sowie Zeitschriftenartikel, Wachsfiguren aus dem Wiener Wachsfigurenkabinett und den originalen Buchentwurf.

Um Zirkulation und den Bedeutungstransfer von Fotografie geht in der Ausstellung der Hamburger Kunsthalle: "Give and Take. Bilder über Bilder" beschreibt, wie Bilder über geografische, kulturelle und soziale Grenzen hinweg zirkulieren und dabei ihren ursprünglichen Kontext verlieren. Mit Arbeiten von Viktoria Binschtok, Sara Cwynar, Louise Lawler, Max Pinckers, Walid Raad, Volker Renner, Taryn Simon, Wolfgang Tillmans und anderen.

Zwei Ausstellungen widmen sich den Auswirkungen von Umweltzerstörung: Der Kunstverein in Hamburg präsentiert die Künstlerin und Fotografin LaToya Ruby Frazier in einer Soloausstellung: Sie hat die anhaltende Wasserkrise in Flint, Michigan, dokumentiert in "Flint is Family, Act III", dem letzten Teil der Serie ihrer formal scharfsinnig wie politisch eindringlichen Fotografien. Im Kunsthaus Hamburg ist ein umfangreiches Rechercheprojekt des italienischen Designduos formafantasma zu sehen: "Cambio" zeichnet die Entwicklung und Regulierung der globalen Holzindustrie nach.

Das Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt hinterfragt seine fotografische Sammlung auf ihre ursprüngliche Bedeutung als eine „Währung“ im globalen Handel. Im Mittelpunkt von Archiv der Erfahrungen steht ein Fotoalbum von 1868 mit Aufnahmen aus Singapur, das aus dem Nachlass einer Hamburger Kaufmannsfamilie stammt.

Die Stiftung Historische Museen Hamburg zeigt in drei Ausstellungen historische Bezüge auf das ewig aktuelle Thema: "Macht Mittel Geld", die Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, nimmt CURRENCY wörtlich: Die Sammlung verfügt über einen bedeutenden Bestand an Münzen, die einen besonderen Aspekt der Kolonialgeschichte widerspiegeln. Eine fotografische Geschichte der wichtigsten Arbeitskämpfe von den 1960er Jahren bis heute präsentiert das Museum der Arbeit mit "Streik!" - eine visuelle Kultur der Arbeitskämpfe, die beteiligte Akteur*innen und das Selbstverständnis der Gewerkschaften prägte. Mit "Hamburg im Blick – Fotografien von Hans Meyer-Veden" zeigt die Stiftung F.C. Gundlach im Jenisch Haus den Flaneur mit Kamera in der Begegnung mit der Hansestadt.

Die Deichtorhallen Hamburg richten noch zwei weitere Ausstellungen aus: In der Sammlung Falckenberg wird die Hamburger Mode- und Werbefotografin Charlotte March in einer groß angelegten Werkschau neu entdeckt. Die zweiteilige Ausstellung "Behind the Scenes" im PHOXXI, dem temporären Haus der Photographie, zeigen Christoph Irrgangs Fotografien die Veränderungen, mit denen die Sammlung F.C. Gundlach konfrontiert ist. Im zweiten Teil der Ausstellung thematisieren die Photonews Redakteur*innen Anna Gripp und Denis Brudna das Geschehen auf der Paris Photo, der weltweit größten Messe für Photographie, als „Börse“ dieses Mediums.

Katalog: Critical Reader; Exhibition Guide

Kategorien:
Fotografie | Kulturgeschichte | Kunst | Kunstgeschichte | Zeitgenössische Kunst | 20. Jahrhundert | 21. Jahrhundert | Numismatik |  Ausstellungen im Bundesland Hamburg | Ort:  Hamburg |
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