Pinakothek der Moderne
80333 München
Barer Str. 40

Siemens Fotosammlung

Laufzeit: 18. Dezember 2003 bis 07. März 2004

Die Siemens Fotosammlung bildet den Grundstock der im Aufbau befindlichen fotografischen Sammlung an der Pinakothek
der Moderne. Sie wurde in einer bis heute beispiellosen Public Private Partnership zwischen 1990 und 2000 im Auftrag
des Siemens Arts Program in Kooperation mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zusammengetragen und gibt einen
fundierten Überblick über die stilbildenden Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie und ihre Anfänge in den 70er
Jahren.

Die Sammlung, die 860 Schwarzweiß- und Farbarbeiten von 60 international renommierten Fotografen umfasst, wurde nach
einem stringenten Konzept mit Konzentration auf die konzeptuelle wie die sachlich-dokumentarische Fotografie
aufgebaut. Einen gewichtigen Schwerpunkt bildet die Fotografie im deutschsprachigen Raum mit Arbeiten von Bernd und
Hilla Becher, Andreas Gursky und Thomas Struth, von Michael Schmidt, Sigmar Polke und Astrid Klein. Eine weitere
Konzentration liegt in Arbeiten amerikanischer Fotografen, unter denen Lee Friedlander, Robert Adams, Stephen Shore
oder William Eggleston bereits heute zu Klassikern zählen. Aber auch der Engländer Martin Parr, die Niederländerin
Rineke Dijkstra, und der Ukrainer Boris Mikhailov sind mit Einzelwerken oder Werkgruppen vertreten.

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Die Sammlung wird in der Ausstellung JEDE FOTOGRAFIE EIN BILD erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die
repräsentative Auswahl von rund 400 Exponaten gewährt einen vertieften Einblick in den Charakter der Sammlung, der
zugleich auch einen Überblick über zentrale Positionen zeitgenössischer Fotografie bietet. Die Werke - großformatige
Einzelwerke, mehrteilige serielle Arbeiten und Installationen - werden nicht in einer chronologischen oder
stilistischen Abfolge präsentiert, sondern unter den vier traditionellen Gattungsbegriffen der Malerei: Porträt,
Landschaft, Stillleben und Historie. Über zeitliche und geographische Grenzen hinweg gehen die einzelnen Werke in
einem spannungsreichen Wechselspiel einen Dialog miteinander ein, der sich nicht nur auf die Fotografie beschränkt.
Vielmehr werden die Eigengesetzlichkeiten der fotografischen Bildsprache gegenüber der Malerei auch durch die Präsentation nach Gattungen betont und diese im Zusammenhang mit der Fotografie auf ihre heutige Gültigkeit befragt.
Die Ausstellung verdeutlicht, dass die Fotografie als eigenständige künstlerische Ausdrucksform nicht nur das
klassische System der Kunstgeschichte ins Wanken gebracht hat, sondern zugleich durch neue ästhetische Kategorien
bereichert und erweitert.

Zur Museumseite: Pinakothek der Moderne

Kategorien:
Fotografie | Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Bayern | Ort:  München |
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