Hans Christoph

Objektnummer: 1299
Verwendung: nach 1950
Wo angebracht: recto
Farbe: grau
Typ: Signaturen
geboren: 1901
gestorben: 1992

deutscher Maler und Zeichner

geboren in Dresden
gestorben in Dresden

Hans Christoph wurde als Sohn des Versicherungsangestellten Carl Ernst Christoph und dessen Frau Hedwig geboren. Von 1908 bis 1912 besuchte er in Dresden die Volksschule und anschließend die Oberrealschule. Im Jahr 1921 schloss er diese mit Abitur ab. Anschließend nahm er ein Studium an der Kunstgewerbeschule bei Carl Rade auf. In dieser Zeit lernte er Erna Lincke, Arthur Frenzel, Hilde Rakebrand und Carl Lohse kennen und schloss Bekanntschaft mit dem Literaten Ludwig Renn.

Von 1925 bis 1927 war Christoph als Zeichenlehrer in Zittau tätig. Christoph unternahm 1927 mit Erna Lincke, die er im selben Jahr heiratete, eine Hollandwanderung. Seither war er als freischaffender Künstler in Dresden tätig. Im Jahr 1929 wurde Christoph Mitglied der Dresdner Sezession und nach 1932 der Gruppe Neue Dresdner Sezession sowie der ASSO. Zwischen 1941 und 1945 leistete er seinen Kriegsdienst als Kartograph in Krakau. Bei der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 ging nahezu sein gesamtes Frühwerk verloren.

Im Jahr 1946 zählte er mit Karl von Appen, Hermann Glöckner, Edmund Kesting, Erna Lincke und Helmut Schmidt-Kirstein zu den Gründungsmitgliedern der Künstlergruppe „Der Ruf“. Nach Auflösung der Gruppe trat er der „Gruppe 1947 Dresdner Künstler – Das Ufer“ bei. Im Jahr 1949 wurde er an die Hochschule für Bildende Künste Dresden berufen. Bis 1952 lehrte er in der Abteilung Werbung, danach als Dozent der Malklasse. In dieser Zeit entstand eine Freundschaft zu Hajo Rose und Max Erich Nicola. Seit 1952 arbeitete er mit seiner Schülerin Helga Knobloch an Entwürfen für die Textilindustrie. Christoph gab 1955 seine Lehrtätigkeit auf, um den zunehmenden Anfeindungen wegen formalistischer Tendenzen zu entgehen. Seit 1955 war er freischaffend in Dresden tätig, wo es zu einer langjährigen intensiven Zusammenarbeit mit Helga Knobloch vor allem bei Gestaltungsaufgaben im Zusammenhang mit der Leipziger Messe kam.

Christoph verstarb 1992 in Dresden und wurde auf dem Loschwitzer Friedhof beigesetzt.
(Quelle Wikipedia)


Literatur

Thieme, Ulrich / Becker, Felix / Vollmer, Hans (Hg.), Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart (37 Bände in 19 Teilbänden); Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts (6 Bände).


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