Jüdisches Museum
Adresse:
Sankt-Jakobs-Platz 16
80331 München
Karte
Kontakte:
+49-(0)89-233 96096
+49-(0)89-233 989 96096
© Jüdisches Museum München / Franz Kimmel
Öffnungszeiten:

Di-So: 10-18 Uhr
Das Museum bittet Schulklassen und private Gruppen ohne Führung, ihren Besuch mit Zeitpunkt und Anzahl der Personen anzumelden um unnötige Wartezeiten zu vermeiden. juedisches.museum@muenchen.de

Verkehrsanbindung / Verkehrshinweise:

S-Bahn, U3, U6, Marienplatz U1, U2, U3, U6; Tram 16, 17, 18, 27 Sendlinger Tor; Bus 152 St.-Jakobs-Platz, Bus 52 Blumenstraße

Thema:

Bereits 1928 haben sich in München einige an jüdischer Geschichte und Kultur Interessierte zusammengefunden, mit dem Vorhaben, ein Jüdisches Museum in München zu errichten. Knapp zwei Jahrzehnte nach dem Holocaust griff der langjährige Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde, Hans Lamm, diese Idee wieder auf, ohne sie jedoch zum Ziel führen zu können. Der entscheidende Anstoß für das nun unmittelbar vor seiner Realisierung stehende Jüdische Museum ging in den 1980er Jahren von einer engagierten Privatperson aus.

Der Galerist Richard Grimm eröffnete in der Maximilianstraße ein privates Jüdisches Museum, das sich in den Folgejahren trotz seiner Kleinheit auf 28 Quadratmetern zu einem viel besuchten Ort der Vermittlung jüdischer Geschichte und Kultur entwickelte und zudem das Fehlen einer solchen Einrichtung in öffentlicher Trägerschaft deutlich vor Augen führte. Nach zehn Jahren wurde das „Provisorium“ aus finanziellen Gründen aufgelöst. Die israelitische Kultusgemeinde nahm die Sammlung Grimm auf und stellte Ausstellungsräume in der Reichenbachstraße 27 zur Verfügung, eine weitere Übergangslösung. Dort leitete Richard Grimm das „Interimsmuseum“ noch bis 2001, nun als städtische Einrichtung. Bis Frühjahr 2006 organisierte schließlich das Münchner Stadtmuseum in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Ausstellungen und Veranstaltungen in den Räumen. Die Pläne der Israelitischen Kultusgemeinde, ihre neue Hauptsynagoge und das Gemeindezentrum am St.-Jakobs-Platz zu errichten, eröffneten schließlich die reale Chance auf Verwirklichung des städtischen Projektes.

Das Jüdische Museum München ist somit ein Museum, das bereits vor der Eröffnung auf eine lange Vorgeschichte zurückblicken kann. Eine systematische Sammlung existiert dennoch nicht. Die Sammlungsbestände zur jüdischen Geschichte sind fragmentarisch und Objektneuzugänge waren von Zufällen bestimmt. Das Jüdische Museum reagiert auf diesen Sachverhalt mit temporären und sich wandelnden Ausstellungen. Das Museum wird zum flexiblen und aktiven Begegnungsort in Auseinandersetzung mit verschiedenen Inhalten.
Literatur

Die "Moderne Galerie" von Heinrich Thannhauser, Ausstellungskatalog, Sammelbilder 06 Von Emily D. Bilski Edition Minerva, 2008 broschiert, 72 Seiten, illustriert ISBN 978-3-938832-27-1 Euro 12,-

Die Kunst und Antiquitätenfirma Bernheimer, Ausstellungskatalog, Sammelbilder 05 Von Emily D. Bilski Edition Minerva, 2007 broschiert, 64 Seiten, illustriert ISBN 978-3-938832-26-4 Euro 12,-

Ein gewisses jüdisches Etwas, Dokumentation Idee und Konzept Katarina Holländer & Michael Guggenheimer München 2008 broschiert, illustriert

Jüdisches Museum München, Museumskatalog, Herausgegeben von Jutta Fleckenstein und Bernhard Purin Prestel Verlag, 2007 broschiert, 96 Seiten, illustriert ISBN 978-3-7913-3826-2 Euro 12,95

Orte des Exils 01: Münih ve Istanbul, Ausstellungsbroschüre, Herausgeber Jutta Fleckenstein München 2008 broschiert, 32 Seiten, deutsch/türkisch

Stadt ohne Juden - Die Nachtseite der Münchner Stadtgeschichte, Ausstellungskatalog, Herausgeber Bernhard Purin Edition Minerva, 2008 Hardcover, 48 Seiten, illustriert ISBN 978-3-938832-41-X Euro 12,-

Von Bayern nach Erez Israel - Auf den Spuren jüdischer Volkskunst, Ausstellungskatalog, Sammelbilder 04 Herausgegeben von Barbara Staudinger Edition Minerva, 2007 broschiert, 64 Seiten, illustriert ISBN 978-3-938832-21-9

Vergangene Ausstellungen
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