Kraszewski-Museum
01099 Dresden
Nordstraße 28

Julius Mosen (1803 - 1867) - Dresden, Rosmaringasse Nr. 3

Laufzeit: 03. Juli 2004 bis 31. Dezember 2004

Julius Mosen wuchs im Vogtland auf, studierte Jura und kam als Advokat zu
Beginn des Jahres 1835 nach Dresden. Er war einer der bekanntesten
deutschen Dichter (Lyrik, Epos, und Drama) in den 30er Jahren des 19.
Jahrhunderts. Er reagierte auf das Zeitereignis des polnischen
Freiheitskampfes 1830/31, der in Deutschland mit großer Sympathie verfolgt
wurde, mit Gedichten, deren bekanntestes und vertontes wohl "Die letzten
Zehn vom vierten Regiment" ist.

Über 70 Gedichte Mosens wurden zu Liedern, aber sie sind wie er selbst und
sein literarisches Wirken fast völlig in Vergessenheit geraten. Als größte
Stärke Mosens erscheint seine Lyrik, obwohl er selbst die meiste Kraft auf
dramatische Werke verwandte, an deren Aufführung am Dresdner Hoftheater ihm
sehr gelegen war. Jedoch nur drei Geschichtsdramen fanden Aufnahme. Seine
Version von "Rienzi" unterlag der wagnerschen Opernfassung. Julius Mosen
verkehrte in Dresden bei den Leseabenden von Ludwig Tieck, gab selbst
gesellige Abende, fand Freunde wie Gottfried Semper, Ernst Rietschel,
Arnold Ruge, Emil und Eduard Devrient und den Maler Johann Karl Bähr, und
1838 auch die Lebensgefährtin, Wilhelmine Jungwirth.

Das Paar, das zwei Söhne hatte, wohnte in der Rosmaringasse 3, in der
dritten Etage, und im Sommerquartier in Strehlen. Trotz der
Familienpflichten und seiner juristischen Arbeit, schuf Mosen gerade in
diesen neun Dresdner Jahren, eine Vielzahl von Werken. Im Frühjahr 1844
verließ Julius Mosen Dresden, um eine Stelle als Dramaturg am Hoftheater in
Oldenburg anzutreten. Bereits zwei Jahre später machten sich die Anzeichen
einer ihn viele Jahre ans Bett fesselnden Krankheit bemerkbar. Er starb
am 10. Oktober 1867 in Oldenburg. Heute erinnert die Mosenstraße in
Dresden-Striesen an ihn.

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Kategorien:
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