Romantikerhaus
07743 Jena
Unterm Markt 12a

Literatur hat ein Gesicht
Zeichnungen und Radierungen von Christian Mischke

Laufzeit: 14. März 2009 bis 01. Juni 2009

Die Ausstellung zeigt Beispiele aus einem 40 Zeichnungen umfassenden Zyklus „Thomas Mann. Werk – Leben – Zeit“. In den Jahren 2007/08 entstanden 13 Radierungen zu „Unordnung und frühes Leid“, einer Erzählung von Thomas Mann von 1925. Diese Erzählung ist als Faksimile im Verlag Faber & Faber, Leipzig erschienen.
Ergänzt wird die Ausstellung mit 11 Radierungen aus dem noch nicht abgeschlossenen Zyklus „Nachtlandschaften“ und mit über 50 Ex Libris aus einer Zeitspanne von über 50 Jahren.

Der 1944 in Grünberg, Schlesien, geborene Künstler besuchte nach dem Abitur die Akademie der Bildenden Künste zunächst in Nürnberg in der Klasse von Fritz Griebel und ab 1965 dann in München bei Max Marxmüller und Thomas Zacharias. Nach seinem 2. Staatsexamen als Kunsterzieher arbeitete Christian Mischke zwischen 1971 und 1972 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien als Meisterschüler von Rudolf Hausner und gehört inzwischen zu den besten seines Fachs. Ab 1973 ist er als freischaffender Künstler in München tätig.
Von der langjährigen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Werk Thomas Manns legt ein 2005 erschienener Werkband Zeugnis ab.
Der Künstler bevorzugt das kleine Format. Mit viel Liebe fürs Detail entwickelt er eigene Bildwelten.
Der Literaturliebhaber Christian Mischke fühlt sich Dichtern wie J. von Eichendorff, H. Hesse oder Rilke nahe. Die intensive Beschäftigung mit Thomas Mann begann 2002 mit den Vorbereitungen zu den Illustrationen für die Erzählung „Unordnung und frühes Leid“. Die gründliche Recherche nahm ungeahnte Ausmaße an und weitete sich zu einer Porträtstudie. Christian Mischke läßt sich von der Gedankenwelt der Dichter inspirieren und findet seine eigenen unverwechselbaren bildkünstlerischen „Gesichter“.
Daher sind seine Radierungen und Zeichnungen sind nicht nur Illustrationen. Einzelne, ihn interessierende Themen, Motive und Symbole aus den Texten des Dichters greift Mischke auf und entwickelt daraus realistische Fragmente.
Ausgehend von der "objektiven" Wahrnehmung der äußeren Welt, verknüpft er sie gleich mit einer inneren Wirklichkeit. Vielfältige Assoziationen werden zu einer bildlogischen Einheit verwoben.
Die Linie ist sein künstlerisches Element, daher auch die Technik der Radierung, der er durch Aquatinta, Abspreng-, Schabtechnik und Farbe malerische Wirkungen zu entlocken weiß.
Da Mischke ein Perfektionist ist, verlangt seine Kunst konzentriertes Hineinschauen in einen Kosmos innerer Ruhe und Harmonie.

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Kategorien:
Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Thüringen | Ort:  Jena |
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