Von Mäusen und Elefanten - Tierfotografie von Ralf Weise im Frauentor der Historischen Wehranlage

Laufzeit: 21. April 2011 bis 30. Oktober 2011

Mit der Fotoausstellung "Von Mäusen und Elefanten" eröffnen die Mühlhäuser Museen am Donnerstag, dem 21.04.2011, um 11 Uhr, im Frauentor die diesjährige Saison auf der Historischen Wehranlage. Der passionierte Landschafts- und Tierfotograf Ralf Weise, von dem die Exponate der Jahresausstellung 2011 stammen, hat seine lebenden Bildmotive sowohl vor der aber auch hinter der eigenen Haustür gefunden. Manchmal aber auch in der weiten Ferne anderer Kontinente nach ihnen gesucht.

Die braunen Knopfaugen der Hausspitzmaus, die den Betrachter von einer der Fotografien anschauen, gehören zu einem vorübergehenden Wintergast im Hause Weise in Eigenrieden. Denn in menschliche Behausungen ziehen die possierlichen Tiere in den Wintermonaten gern ein, wo sie aber entgegen der landläufigen Meinung, keine Lebensmittel anknabbern. Ihre Nahrung besteht vielmehr aus Insekten, Würmern oder Schnecken. Ein weiteres Foto, dessen Motiv ebenfalls ein Auge ist, könnte keinen größeren Kontrast zur Hausspitzmaus darstellen. Es entstand an den Ufern des Okavango, des 1.700 km langen und mächtigen Stromes im südlichen Afrika und gehört zu einem Elefanten.

Ralf Weise, der von Haus aus Biologe und Landschaftsplaner ist, beschäftigt sich seit seiner Studienzeit mit der Fotografie von Flora und Fauna. Dabei reizen ihn Motive der heimatlichen Natur ebenso wie die in Nationalparks ferner Länder. Seit 2005 ist Ralf Weise Vollmitglied der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen e. V. (GDT) und hat 2006 bei einem der bundesweiten Fotowettbewerbe der Gesellschaft um den "Naturfotografen des Jahres" Platz zwei erreicht. Weitere regionale Wettbewerbserfolge, Ausstellungen wie in Mühlhausen oder in der Vogelschutzwarte Seebach, machten Ralf Weise zu einem bekannten und anerkannten Thüringer Naturfotografen, der sein Wissen auch gern durch Fachpublikationen und in der Tagespresse dem Publikum weitergibt.

Die in Mühlhausen präsentierten Fotografien zeigen Fernaufnahmen von Tieren und Landschaft aber häufig auch detailreiche Nahaufnahmen. Beide gemeinsam setzen eins voraus - eine ausgeprägte Geduld. Um die Tiere vor die Kamera zu bekommen und sie im gewünschten Moment festhalten zu können, vergehen oft Stunden, manchmal auch Tage und Nächte, die Ralf Weise in einem geeigneten Versteck verbringt. Die Belohnung sind seltene und außergewöhnliche Aufnahmen der Tiere. So sieht sich der Besucher Aug in Aug mit einem Bison im Yellowstone Nationalpark in Nordamerika, in gefährlicher Nähe sich im Botswanischen Fluss Chobe drängender Flusspferde oder auf Tuchfühlung mit kämpfenden Moschusochsen in Norwegen. Mit dem Teleobjektiv gelingt es Ralf Weise nur sehr kurz währende Momente einzufangen - einen Goldammer, der sich gerade auf einem Schlehenstrauch in Eigenrieden niedergelassen hat, zwei streitende Mäusebussarde in Mühlhausen oder einen Kranichzug vor vollem Mond in Mecklenburg-Vorpommern.

Zur Museumseite: Historische Wehranlage

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