Museum Eckernförde
24340 Eckernförde
Rathausmarkt 8
Abbildung: Wilhelm Hempfing, Nidden - Der Italienblick, um 1940 © Museum Eckernförde

Landschaft voll Licht und Farbe. Die Künstlerkolonie Nidden

Laufzeit: 29. April 2018 bis 05. August 2018  

Wie an vielen Orten Europas gründete sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch im Fischerort Nidden auf der Kurischen Nehrung eine Künstlerkolonie. Keine umweht jedoch ein so großer Mythos, der mit der wechselvollen Geschichte des damals ostpreußischen Ortes Nidden (heute das litauische Nida) zusammenhängt. Namhafte Impressionisten und Expressionisten trafen hier aufeinander und verfielen der Landschaft zwischen der rauen Ostsee und dem ruhigen Kurischen Haff. Die gewaltige Kraft der Natur, die riesige Wanderdünen bildete und Orte ganz im Sand versinken ließ; das vom Meer abhängige Leben der Fischer mit ihren markanten Booten; die geheimnisvollen Elche – all das waren Motive, die die Künstler auf ihre Bilder bannten.

Doch vor allem das Licht und die Farben der künstlerisch lange Zeit unerschlossenen Region prägte die Werke von Künstlern wie Ernst Bischoff-Culm, Karl Eulenstein, Hans Julius Kallmeyer, Carl Knauf, Heinrich Rudolf Krauskopf, Ernst Mollenhauer, Max Pechstein, Arwed Seitz, Hermann Wirth oder Edith Wirth-Suckau. Höchste Aufmerksamkeit erfuhr der Künstlerort, als sich Thomas Mann dort 1930 ein Sommerhaus errichtete. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs endete auch das künstlerische Leben in Nidden – doch in der Fantasie manches Künstlers lebten die Eindrücke noch fort.

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Kategorien:
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