Abbildung: Ausstellungsplakat © Museum Schloß Burgk

Paradox. Die Leipziger Grafikbörse

Laufzeit: 14. April 2019 bis 30. Juni 2019  

Paradox – längst ist das Adjektiv mit griechisch-lateinischer Wurzel zum Bestandteil der Umgangssprache geworden. Mit ihm werden sich scheinbar einander widersprechende Aussagen, Zustände und Befindlichkeiten bezeichnet, die der geläufigen Meinung entgegenstehen. Bezogen auf Verhaltungsweisen, Fakten, Empfindungen sowie Personen entsteht aus tieferer Einsicht in die Paradoxie oftmals ein klareres Verständnis für Sachverhalte und Gegebenheiten. Diese Vieldeutigkeit kann zum Antrieb für gegensätzliche Betrachtungen in Gesellschaft wie Literatur, Musik und bildender Kunst führen, befreiend wirken und Widersprüche lösen.

Auf Einladung des Vereins Leipziger Grafikbörse e.V. nehmen 100 Künstlerinnen und Künstler an der diesjährigen Grafikbörse teil. Einzige Bedingung ist, dass die Grafiken mit klassischen oder modernen Drucktechniker gearbeitet sein müssen. Die Künstler stammen überwiegend aus den mitteldeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Leipzig bildet einen Schwerpunkt. Unter den Teilnehmern sind Altmeister wie Karl-Georg Hirsch oder Rolf Münzner ebenso wie Vertreter der mittleren Generation, junge Künstlerinnen und Künstler sowie auch Studierende. Aus dem Saale-Orla Kreis und dem Vogtland beteiligen sich unter anderem Heike Stephan (Löhma), der in Pößneck gebürtige Tobias Gellscheid, Tanja Pohl (Greiz), Ines Falcke (Plauen) und Erik Seidel (Plauen) sowie Horst Peter Meyer (Weimar) und Uwe Klos (Cossengrün) - um nur einige zu nennen. Sie alle gestalteten Werke in den unterschiedlichsten druckgrafischen Techniken.



Seit seiner Gründung im Jahr 1972 beschäftigt sich der Verein Leipziger Grafikbörse e.V. mit der Präsentation zeitgenössischer Grafiken, die mittels klassischer oder moderner Drucktechniken entstehen. Zu diesem Zweck entstand die Ausstellungsreihe Leipziger Grafikbörse, die zunächst jährlich ausgerichtet wurde und inzwischen als Biennale stattfindet. Das Museum Schloß Burgk widmet sich wie die Leipziger Grafikbörse e.V. seit mehreren Jahrzehnten der Grafik und Buchkunst. Die ca. 85000 Arbeiten umfassenden Sammlungen - grafische Sammlung, Exlibris-Sammlung, Sammlung Künstler- und Unikatbücher und originalgrafische Zeitschriften - führen ebenso wie die Sonderausstellungen seit Anfang der 1980er Jahre Grafikfreunde, Sammler, Künstler und Wissenschaftler regelmäßig nach Burgk.

Zur Museumseite: Museum Schloß Burgk

Kategorien:
Kunst | Zeitgenössische Kunst | 21. Jahrhundert |  Ausstellungen im Bundesland Thüringen | Ort:  Burgk / Saale |
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