Metzkes / Metzkes
"Dem Schönen nahe man sich ohne Vorbehalte"

Laufzeit: 16. September 2005 bis 09. Oktober 2005

Anderer Ausstellungsort:
Kulturzentrum Englische Kirche Bad Homburg, Ferdinandsplatz

Zwei ostdeutsche Künstler, Vater Harald Metzkes und Sohn Robert, zeigen Malerei und Skulpturen

Metzkes / Metzkes

„Dem Schönen nahe man sich ohne Vorbehalte“

Wo ist noch das „Schöne“ in der Kunst? Ist es nicht vielmehr das „Hässliche“, das uns heute dort bisweilen massiv entgegentritt? Über das „Schöne“ in der Kunst hat sich der ostdeutsche Maler Harald Metzkes, 76, viele kritische Gedanken gemacht. Nicht, weil er sie malen will. Aber, er weiß um dessen Kraft und Wirkung. Und er weiß, dass es für uns Zeitgenossen einen anderen als den konventionellen Zugang zum Schönen geben muss. Wir sollten uns dem Schönen heute anders nähern als unsere Väter. Weil durch diese die Schönheit in Misskredit gebracht wurde. In jeder heutigen Kunst besteht die Gefahr, das Naturschöne zu idealisieren und damit zu banalisieren. Harald Metzkes nähert sich ihr von der Schattenseite her. In einem Katalogtext wird das schöne Bild von weicher Asche gebraucht, die über der Glut liegt.
Bläst man hinein, blitzt etwas von der Schönheit der Flamme auf. Erwartet man in seinen Bildern das pathetisch Schöne, wartet man vergebens. Man muss sich schon die kleine Mühe machen, die Asche wegzublasen. Das Schöne wird aufleuchten – überall im Leben und überall in seinen Bildern. Und damit kommt Harald Metzkes einem tiefen Grundverlangen des Menschen entgegen, das trotz aller Kunst-Ismen fortbesteht.

Harald Metzkes sagt über sein Schaffen:“ Ich bin nicht hinter dem Schönen her, und die Schönheit nicht hinter mir. Sie kann nicht und sie will nichts sollen, sie ist nur, und man kann keine Mühlen mit ihr betreiben.“ So erlebt es dieser Künstler geradezu als Geschenk, wenn hier und da das zweckfreie Schöne in seinen Bildern aufscheint.

Einige der bedeutendsten Maler der ehemaligen DDR waren in Bad Homburg v.d. Höhe in Ausstellungen zu sehen. Mit Harald Metzkes schließen wir nun eine klaffende Lücke.
Wir zeigen einen der bedeutendsten ostdeutschen Maler, der das Schöne des Menschseins feinsinnig in Maskeraden, Clownerien und Camouflagen aufflammen lässt, häufig unter fahler Asche!

In seinen Fußstapfen wandert Sohn Robert Metzkes, 48. Dieser identifiziert sich voll mit den Gedanken seines Vaters und Vordenkers. Seine Bronzen und farbige Terrakotten sind Ergänzungen zu den Arbeiten seines Vaters. Auch er hat unterdessen ein bemerkenswertes Œvre geschaffen, das wir mit dem von Harald Metzkes in Bad Homburg verschmelzen wollen.

Die Ausstellung im Kulturzentrum Englische Kirche, Ferdinandsplatz, in Bad Homburg v.d.H. wird vom Magistrat der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe und der Kur- und Kongreß-GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe in Zusammenarbeit mit der Galerie Kunst in der Zehntscheune, Reimund und Marlies Boderke, Bad Homburg v. d. Höhe, ausgerichtet.
Die Oberbürgermeisterin, Frau Dr. Ursula Jungherr, wird diese am Donnerstag, den 15. September 2005, 19.30 Uhr, eröffnen. Für den gleichen Tag laden wir Sie zu unserer Pressekonferenz mit den Künstlern, um 19.00 Uhr, ein. Die Ausstellung wird vom 16. September bis 9. Oktober 2005, Dienstag bis Freitag von 16 bis 19 Uhr und Samstag und Sonntag von 12 bis 18 Uhr besichtigt werden können.

Reimund Boderke, Bad Homburg, den 9.08.2005

Zur Museumseite: Kunst in der Zehntscheune

Kategorien:
Zeitgenössische Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Hessen | Ort:  Bad Homburg vor der Höhe |
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