Stadtmuseum Schwandorf
92421 Schwandorf
Rathausstraße 1

Frische Fische fischt ... Fischfang und Fischzucht (in der mittleren Oberpfalz) gestern und heute

Laufzeit: 30. Oktober 2005 bis 19. Februar 2006

Flüsse, Weiher und Teiche - Fische, Angeln und Fischzucht sind mit der Oberpfalz heute, wie gestern, fest verbundene Begriffe, denn sowohl Teichwirtschaft und Fischzucht, als auch das Angeln und Flussfischen an Donau, Naab, Regen und zahlreichen Nebenflüssen haben hier eine lange Tradition. Die Sonderausstellung „Frische Fische fischt ... - Fischfang und Fischzucht (in der mittleren Oberpfalz) gestern und heute“, die in den Herbst- und Wintermonaten 2005-2006 im Stadtmuseum Schwandorf in Zusammenarbeit mit dem „Sportanglerverein Schwandorf e.V.“ gezeigt wird, rückt daher sowohl uralte Methoden und die lange Tradition des Fischens in den Mittelpunkt ihres Interesses, aber auch Naturkundliches zu Flora, Fauna und Gewässerkunde, die untrennbar mit dem Thema „Fischen“ verbunden sind.

Grundlagen zum Ausstellungsthema erhält der Besucher durch eine Zusammenstellung von Texten, Abbildungen und Exponaten zu Fisch und Fischfang vom Erdaltertum bis heute, die der naturkundliche Ausstellungsgestalter Dieter Luksch aus München zusammengestellt hat. Die Ausstellung geht dabei zuerst auf die paläontologische Entwicklung des Fisches seit dem Erdaltertum bis zum heutigen Flossentier ein, wobei Versteinerungen oder der Originalabguss des Quastenflossers Latimeria chalumnae gezeigt werden, ein heute noch existierendes und daher lebendiges Fossil. Interessant ist es dann, die Entwicklung des Fischfangs seit der Steinzeit bis heute zu verfolgen. Dies wird durch die Beschreibung des Fischens bei Naturvölkern, in der Antike und im Mittelalter bis zum Berufsfischen der Neuzeit und heute äußerst anschaulich erklärt. Naturkundliches über unsere stehenden und fließenden Gewässer stellen den Lebensraum Wasser vor, auch welche Bedrohung die zunehmende Umweltverschmutzung auf dieses empfindliche Ökosystem ausübt. Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür ist die u. a. gezeigte Flussperlmuschel oder der Flusskrebs. Skelette und Präparate der wichtigsten einheimischen Fische illustrieren Vielfalt und Lebensgewohnheiten dieser Wasserbewohner.
Den zweiten Teil der Sonderausstellung bildet eine Zusammenstellung über den Sportanglerverein Schwandorf, der im Jahr 2005 sein 80jähriges Vereinsjubiläum feiern konnte. Exemplarisch zeigt uns dieser Anglerverein, welch wichtige Rolle der Mensch heute gerade hinsichtlich des Gewässer- und Naturschutzes spielt, da er sich für den Artenschutz, das ökologische Gleichgewicht und den Erhalt der Gewässergüte einsetzt. Neben Angeln war es in der Oberpfalz aber schon immer auch die Teichwirtschaft bzw. Fischzucht, die Fisch und Fischfang in den Mittelpunkt ihres Interesses rückte. Sie prägte durch die zahlreich angelegten Weiher und Teiche die Landschaft, schuf Arbeitsplätze und Nahrung. Der Oberpfälzer Spiegelkarpfen steht auch heute noch ganz oben auf dem Speisezettel vieler Feinschmecker und kommt in zahlreichen Oberpfälzer Traditionsgaststätten für ihre Gäste gerade in der Herbstsaison frisch auf den Tisch. Der Oberpfälzer Fischlehrpfad, den die Werbegemeinschaft Oberpfälzer Seenland zusammen mit dem Landwirtschaftsamt Schwandorf/Nabburg und dem Wasserwirtschaftsamt Amberg zusammengestellt hat, präsentiert in Auszügen das Thema Fischfang und Fischzucht in unserer Gegend sehr illustrativ und rundet damit den interessanten Rundgang durch die (Oberpfälzer) Unterwasser-Fischwelt im Stadtmuseum Schwandorf ab.

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