El Chaco - Paraguay und die Europäer

Laufzeit: 10. Dezember 2006 bis 23. September 2007

Die Dornbuschsteppe Paraguays – „El Chaco“ genannt – war mehr als jede andere Region Südamerikas den wechselnden Einflüssen europäischer Siedler ausgesetzt. Die indigenen Völker als ursprüngliche Bewohner des Chaco gerieten durch ihre nomadische Lebensweise in besonders heftige Konflikte mit den „Weißen“.

Die wieder eröffnete Kabinett-Ausstellung im Wannersaal des Linden-Museums beleuchtet wichtige Stationen der Geschichte Paraguays und insbesondere der indigenen Völker des Chaco. Sie beginnt mit der Errichtung des Jesuitenstaates im 17. Jahrhundert und der daraus resultierenden Veränderung der indianischen Gesellschaft der Guaraní, führt weiter über die Entstehung der indianischen Reitervölker hin zum Tripel-Allianz- und Chaco-Krieg, die Paraguay als „Land der Frauen“ hinterließen – 70 Prozent der männlichen Bevölkerung wurden in diesen als besonders blutig geltenden Auseinandersetzungen in der neueren Geschichte Lateinamerikas getötet. Die Einwanderung der Mennoniten aus dem Wolga-Gebiet in den paraguayischen Chaco ab 1929 ist ein Schwerpunkt der Präsentation. Die Stroessner-Ära und die Einrichtung von Indianerreservaten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bilden den Abschluss.

Kategorien:
Völkerkunde |  Ausstellungen im Bundesland Baden-Württemberg | Ort:  Stuttgart |
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