Römisch-Germanisches Zentralmuseum
55116 Mainz
Ernst-Ludwig-Str. 2

Im Schutz des Limes
Die Entstehung einer gemeinsamen Kultur in den Nordprovinzen des Römischen Reiches von Britannien bis zum Schwarzen Meer

Laufzeit: 06. September 2007 bis 11. November 2007

"Transformation" - ein EU-Projekt
Die Beziehungen der Regionen nördlich der Alpen mit dem Mittelmeerraum beschränkten sich in vorgeschichtlicher Zeit vornehmlich auf die Führungsschichten. Erst mit der römischen Eroberung der Gebiete nördlich der Alpen von Britannien bis zum Schwarzen Meer kamen erstmals alle sozialen Schichten der dort ansässigen Bevölkerung in engen Kontakt mit einer mediterranen Hochkultur.
Abhängig von den jeweiligen kulturellen Traditionen wurde die mediterrane Lebensweise in den einzelnen Provinzen in unterschiedlicher Weise übernommen, führte aber gleichzeitig zu einer langfristigen Integration der verschiedenen Völkerschaften in den römischen Staat.

Diesen Prozess der Verschmelzung mediterraner und einheimischer Traditionen zu einer europäischen Kultur von Großbritannien bis Bulgarien in den ersten zwei Jahrhunderten nach Christus darzustellen, war Ziel eines internationalen Projektes mit 13 europäischen Partnern, das von 2004 bis 2007 im Rahmen des Programms "Kultur 2000" von der Europäischen Kommission mit über 800.000 Euro finanziell unterstützt wurde und vom Museum für Antike Schiffahrt des Römisch-Germanischen Zentralmuseums initiiert und koordiniert wurde.
Die ausführlichen Forschungsergebnisse werden demnächst im Internet unter www.rgzm.de/transformation frei zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellung "Im Schutz des Limes" zeigt auf 20 Postern die Ergebnisse der im Rahmen des Projektes bearbeiteten Themen an ausgewählten Beispielemn. Erläutert werden u.a. die Schaffung neuer Verwaltungseinheiten, Wandlungen im Siedlungsbild, die Einführung neuer Produktionsweisen und Techniken, Veränderungen in Kult und Grabbau und die Ausstrahlung römischer Lebensweise auf die Gebiete jenseits der Reichsgrenze.

Ergänzt wird die Ausstellung in Mainz, deren Poster in den jeweiligen Landessprachen auch in den zwölf Partnerländern Großbritannien, Niederlande, Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Polen, Spanien, Italien und Frankreich gezeigt werden, durch archäologische Artefakte. Diese sollen den Romanisierungsprozess beispielhaft veranschaulichen.

Neben Leihgaben des Landesmuseums Mainz, des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg, des Wetterau-Museums in Friedberg und des Saalburgmuseums handelt es sich um aussagekräftige Objekte aus den Sammlungen des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, die bisher nicht in der Dauerausstellung zu sehen sind.

Schaufenster der Forschungen am RGZM
Die Ausstellung "Im Schutz des Limes" setzt die Reihe von Sonderausstelllungen fort, durch die ein interessiertes Publikum Einblick in die durch überregionale Fragestellungen geprägte Forschungsarbeit am Römisch-Germanischen Zentralmuseum nehmen kann.

Öffnungszeiten:
Dienstag-Sonntag 10-18 Uhr
Montag geschlossen

Der Eintritt in die Sonderausstellung ist frei
Führungen durch die Sonderausstellung:
Jeden Sonntag 14:30 Uhr
Führung: 2.- Euro / ermäßigt 1,- Euro

Führungen für Gruppen nach Anmeldung

Termine für Abend- und Spezialführungen auf Anfrage und unter info(at)rgzm.de oder 06131-9124 113

Begleitbuch zur Ausstellung:
Das Begleitbuch enthält die Texte und die 20 Poster der Ausstellung

Katalog: Barbara Pferdehirt (Hrsg.): "Die Entstehung einer gemeinsamen Kultur in den Nordprovinzen des Römischen Reiches von Britannien bis zum Schwarzen Meer. Das EU-Projekt "Transformation". Mosaiksteine 3. Mainz 2007

Kategorien:
Archäologie | Geschichte | Kulturgeschichte |  Ausstellungen im Bundesland Rheinland-Pfalz | Ort:  Mainz |
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