KUNSTRÄUME SCHLOSS FRIEDBERG

Laufzeit: 01. Juni 2008 bis 14. September 2008

Mit der Ausstellung KUNSTRÄUME SCHLOSS FRIEDBERG beteiligt sich das Museum im Wittelsbacher Schloss an dem bayernweiten Projekt KUNSTRÄUME BAYERN 2008. Sechs namhafte Künstlerinnen und Künstler aus Japan und Deutschland verwandeln mit außergewöhnlichen Installationen und Videoarbeiten den Raum „Wittelsbacher Schloss" auf überaus anregende und vielseitige Weise.

Bereits vor dem Eingang des Schlosses werden die Besucher eingeladen, sich auf die spannende Frage nach dem (Kunst-)raum, nach dem Innen und Außen, einzulassen. Denn in luftiger Höhe begrüßt sie dort das spektakulär über der Schlossbrücke schwebende "Caffee wahnsinn" des Friedberger Künstlers Petrus. Im Geiste können die Gäste die Installation betreten oder darin Platz nehmen, bevor sie in den Innenhof gelangen, wo Claudia und Thomas Weil mit einem monumentalen, farbenfrohen Ornamentteppich überraschen. Die beiden international tätigen Designer und Ornamentkünstler schließen mit ihrer Arbeit inhaltlich an die Blütezeit des Schlosses im 16. Jahrhundert an. Der Schlosshof wird als Ort für festliches Erleben neu inszeniert und als Raum neu interpretiert.

Im Inneren des Schlosses, im ehemaligen Magazin - einem speicherähnlichen Raum - erwarten die Besucher weitere „Kunsträume" in Form der bezaubernden Videoarbeiten des japanischen Künstlers Hiraki Sawa. Mit diesen Arbeiten knüpft der Künstler durch die Ansiedlung zwischen der Mikro- und Makroebene, zwischen der Innen- und Außenwelt, zwischen Bewusstsein und Unbewusstsein, an die großen Meisterwerke des Surrealismus an und lässt das Reich der Imagination sichtbar werden.
An einen Traum erinnert schließlich die Installation der Friedberger Künstlerin Brigitte Kronschnabl, die unter dem Eindruck von Hans Christian Andersens Erzählung „Die wilden Schwäne" eine Folge von drei Räumen im Südflügel des Schlosses bespielt. Durch eine gezielte Konzentration, insbesondere auf weiße Räume, werden innere Bilder von Werten und Gefühlen, wie Schmerz, Liebe und Treue, assoziierbar und sichtbar.

Im Kontrast dazu stehen die beiden Installationen der jungen japanischen Künstlerin Chiharu Shiota, die zwei Räume undurchdringlich mit schwarzen Wollfäden verwebt und verspannt hat. Beunruhigendes tragen diese Installationen in sich, Unruhe und Angst sind auch die Basis für das Schaffen der Künstlerin.

Kategorien:
Kunst |  Ausstellungen im Bundesland Bayern | Ort:  Friedberg |
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